Marlene Gattringer
Marlene Gattringer
 schrieb am 16. November 2021

Bewerbungsgespräch: 12 Tipps, wie du es meisterst

Nach der erfolgreichen Bewerbung bist du nur noch einen letzten Step vom Traumjob entfernt: dem Vorstellungsgespräch.

Angst, in ein Fettnäpfchen zu treten oder dich falsch zu verhalten? Wir haben 12 Tipps für dein nächstes Bewerbungsgespräch zusammengefasst und verraten dir die häufigsten Hoppalas.

Wie bereite ich mich auf das Bewerbungsgespräch vor?

Positiv denken ist gut, aber um im Jobinterview wirklich zu überzeugen, braucht es mehr als das. Mit der richtigen Vorbereitung bringst du mehr Selbstsicherheit mit und verschaffst dir einen klaren Vorteil gegenüber anderen Kandidat:innen.Du möchtest diesen Job unbedingt? Gut, dann überlasse das Vorstellungsgespräch nicht dem Zufall und mach dir bereits vorab ein paar Gedanken. Diese Checkliste hilft dir dabei:

AnreiseWo befindet sich das Unternehmen?
DresscodeWie möchte ich mich präsentieren?
UnterlagenWelche Unterlagen benötige ich?
RechercheWas muss ich über das Unternehmen wissen?
InterviewWorauf kann ich mich vorbereiten?
GehaltWie hoch ist mein Wunschgehalt?
FragenWelche Dinge möchte ich über das Unternehmen / den Job erfahren?

Dresscode: Jeans vs. Anzug

Dein gesamtes Erscheinungsbild ist wesentlich für einen guten ersten Eindruck. Saubere, ordentliche Kleidung und ein gepflegter Haarschnitt sind deshalb Pflicht.

Astronaut Kostüm

Je nachdem, bei welchem Unternehmen du dich bewirbst, muss es nicht unbedingt Anzug mit Krawatte oder weiße Bluse, schwarzer Blazer sein.

Wichtig ist, dass du dich wohlfühlst und mit deiner Kleidung signalisierst: „Dieses Gespräch ist mir wichtig“. Falls du dir unsicher bist, kleide dich lieber etwas schicker als zu leger.

15 häufige Fragen im Vorstellungsgespräch

Für die Beantwortung der folgenden Fragen verraten wir dir unseren Profi-Tipp #1: Sei ehrlich & authentisch. Denn Lügen im Interview lassen dich rot anlaufen, meist unsicher wirken oder noch schlimmer: Sie fallen dem Personalchef, der Personalchefin sofort auf.

Wenn du eine sehr persönliche oder kritische Frage im Bewerbungsgespräch nicht beantworten möchtest, dann ist das völlig in Ordnung. Um möglichen Missverständnissen vorzubeugen, empfehlen wir, eine solche Situation immer direkt anzusprechen.

Auf diese Fragen solltest du dich gut vorbereiten:

  1. Können Sie sich kurz vorstellen?
  2. Warum interessieren Sie sich ausgerechnet für diesen Job?
  3. Was wissen Sie über unser Unternehmen?
  4. Sind Sie bereit, sich weiterzubilden?
  5. Warum sollten wir uns für Sie entscheiden?
  6. Was sind Ihre Stärken und Schwächen? (Bereite am besten je fünf mit Begründung vor).
  7. Warum haben Sie sich für diese Studienrichtung oder Schulausbildung entschieden?
  8. Welche Ihrer bisherigen Erfahrungen (auch schulisch) sind Ihrer Meinung nach relevant für diese Position?
  9. Berufserfahrene: Welche Dinge sollten sich bei einem Unternehmenswechsel auf jeden Fall ändern? | Berufseinsteiger:innen: Was ist Ihnen im Beruf besonders wichtig?
  10. Wie gehen Sie mit Stress oder Konfliktsituationen um?
  11. Sind Sie bereit, Überstunden zu machen? Wenn ja, in welchem Ausmaß?
  12. Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
  13. Was motiviert Sie?
  14. Erzählen Sie von einer Fehlentscheidung, die Sie getroffen haben. Was waren die Auswirkungen und was haben Sie dabei gelernt?
  15. Soft Skills: Wie gehen Sie mit Kritik um? Wie verhalten Sie sich, wenn ein wichtiges Projekt zu scheitern droht? Bevorzugen Sie zu reden oder zu handeln? Welche Rolle übernehmen Sie in Gruppenarbeiten?

Nervös? Versuche während des Gesprächs deine Unterlagen oder einen Stift in der Hand zu halten. Das nimmt dir einerseits die Unsicherheit und vermeidet andererseits unkontrolliertes Herumfuchteln.

Muss ich meine Bewerbungsunterlagen ausdrucken?

Verloren, vergessen, verlegt oder unauffindbar – solche Hoppalas passieren dem Personalchef, der Personalchefin mit Bewerbungsunterlagen (wie Lebenslauf, Bewerbungsschreiben, Zeugnisse etc.) äußerst selten. Nichtsdestotrotz sollte man als Kandidat:in darauf vorbereitet sein und seine Dokumente noch immer (!) ausgedruckt mitnehmen. Auch wenn sie am Ende des Tages nicht benötigt werden, zeigst du dem Unternehmen, dass du für den Fall der Fälle vorbereitet bist.

Um wichtige Punkte zu notieren, sind Block & Kugelschreiber ebenfalls von Vorteil. Damit unterstreichst du dein Interesse am Job und wirst dich später besser an die besprochenen Details erinnern. Aber bleibe mit der Aufmerksamkeit stets bei deinem Gegenüber und nutze den Notizblock nicht als Schutzschild.

12 Tipps fürs Bewerbungsgespräch: So verhältst du dich richtig

  1. Sei ehrlich & authentisch
  2. Behandle alle im Unternehmen als wären sie dein Interviewpartner, deine Interviewpartnerin
  3. Versuche trotz Nervosität gelassen zu bleiben
  4. Grüße dein Gegenüber höflich
  5. Vermittle Selbstsicherheit mit deiner Körpersprache
  6. Antworte in mehreren, vollständigen Sätzen
  7. Finde einen Mittelweg zwischen Sprechen & aufmerksamem Zuhören
  8. Zeige Interesse für dein zukünftiges Aufgabengebiet
  9. Stelle Fragen an den Arbeitgeber, die Arbeitgeberin
  10. Erkundige dich nach deinen zukünftigen Kolleg:innen
  11. Frage, wann du mit einer Rückmeldung rechnen kannst
  12. Lächle & behalte stets einen angenehmen Blickkontakt
Blickkontakt

Wusstest du, dass die perfekte Dauer eines durchgehenden Blickkontakts bei 3,3 Sekunden liegt?

Danach wird es für den Gesprächspartner, die Gesprächspartnerin schnell unangenehm oder einer von beiden hält ihn einfach nicht mehr.

Was ist bei einem Videointerview zu beachten?

Abgesehen von einer funktionierenden technischen Ausstattung ist ein ruhiger, ungestörter Platz für die virtuelle Gesprächssituation die wichtigste Voraussetzung. Wähle dein Outfit als wärst du bei einem face-to-face Interview, bleibe du selbst und lass dich von technischen Problemen nicht verunsichern (das kann immer passieren).

No-Gos im Bewerbungsgespräch

„Das Gespräch ist doch gut verlaufen. Warum habe ich schon wieder eine Absage erhalten?“ Nicht immer kann man sich eine Absage nach dem Vorstellungsgespräch erklären. Manchmal sind es auch Kleinigkeiten, die für eine Entscheidung ausschlaggebend sind.

Diese offensichtlichen Stolpersteine solltest du aber unbedingt vermeiden:

  1. zu spät erscheinen
  2. Gehaltswunsch bereits zu Beginn ansprechen
  3. kein Interesse am Aufgabengebiet zeigen
  4. über ehemalige Arbeitgeber:innen schimpfen
  5. sich sofort nach dem Urlaub erkundigen
  6. nervös an deiner Kleidung zupfen

Wie erkenne ich, ob das Jobinterview gut oder schlecht verlaufen ist? Durchschnittlich dauern Bewerbungsgespräche zwischen 45 und 60 Minuten. Wenn das Gespräch länger dauert, ist das ein gutes Zeichen. Sollte es der Personalchef, die Personalchefin früher als geplant abbrechen, sind deine Chancen auf den Job eher gering.

10 mögliche Fragen an die Arbeitgeberin, den Arbeitgeber

  1. Welche Aufgaben erwarten mich in dieser Position?
  2. Wer ist meine direkte Führungskraft?
  3. Welche Erwartungen haben Sie an mich?
  4. Wie würden Sie die Unternehmenskultur beschreiben?
  5. Welche Herausforderungen kommen auf mich zu?
  6. Wie sieht ein typischer Arbeitstag aus?
  7. Mit welchen Mitarbeiter:innen / Abteilungen werde ich hauptsächlich zusammenarbeiten?
  8. Wie lange dauert die Onboarding-Phase?
  9. Ist ein Probetag im Unternehmen möglich?
  10. Warum ist die Position unbesetzt?
Bewerbungsgespraech

Wie geht es weiter nach dem Vorstellungsgespräch?

Puh, endlich geschafft. Das Gespräch verlief positiv – soweit, so gut. Doch wie geht es jetzt weiter?

  • Des Unternehmen verspricht sich zu melden.
    Wenn sich 3-4 Tage nach der vereinbarten Frist niemand gemeldet hat, solltest du aktiv nachfragen, ob bereits eine Entscheidung getroffen wurde. Sei proaktiv, rufe direkt beim Unternehmen an und bleib dran, auch wenn du danach auf eine weitere Woche vertröstet wirst.
  • Du sollst dich nach x Tagen melden.
    Wenn du innerhalb der vereinbarten Frist keine Entscheidung treffen kannst, sei offen und bitte um etwas Geduld. Spätestens nach 4 Tagen solltest du dich dann telefonisch beim Arbeitgeber melden, ansonsten könnte bereits jemand anderes auf deinem Platz sitzen.

Das Unternehmen hat dir sofort nach dem Vorstellungsgespräch den Job garantiert? Warte mit deiner fixen Zusage noch ab. Gehe in dich, sprich mit Freunden, deiner Familie und melde dich 1-2 Tage nach dem Interview bei der Arbeitgeberin, dem Arbeitgeber.

Nimm dir unbedingt die Zeit, die du brauchst, um diese wichtige (vielleicht langfristige) Entscheidung zu treffen.

Bekomme ich den Job? Die 9 häufigsten Absagegründe

Von dem Zeitpunkt an dem du den Raum betrittst bis zum Verabschieden: Der erste Eindruck bleibt am längsten im Gedächtnis. Aber reicht ein freundliches Lächeln und eine positive Ausstrahlung, um den Gesprächspartner / die Gesprächspartnerin zu überzeugen? Nein. Ganz so leicht funktioniert's dann doch nicht. Diese Auflistung zeigt die häufigsten Gründe, warum jemand nach einem Bewerbungsgespräch frühzeitig nach Hause geschickt wird:

falsches Anforderungsprofil, fehlende fachliche Kompetenz
distanziert, verschlossen im Interview
kein Interesse am Unternehmen / an der Jobposition
unsympathischer erster Eindruck
spricht negativ über letzte Arbeitgeber:innen
unpünktlich (und sieht das selbst am wenigsten als Problem)
gesteht sich keine eigenen Fehler und Schwächen ein
lügt, um unangenehme Themen zu vertuschen
lässt einen nicht zu Wort kommen, spricht ununterbrochen
distanziert, verschlossen im Interview
kein Interesse am Unternehmen / an der Jobposition
unsympathischer erster Eindruck
spricht negativ über letzte Arbeitgeber:innen
unpünktlich (und sieht das selbst am wenigsten als Problem)
gesteht sich keine eigenen Fehler und Schwächen ein
lügt, um unangenehme Themen zu vertuschen
lässt einen nicht zu Wort kommen, spricht ununterbrochen

Der anschließende zweite Eindruck ist fast genauso wichtig. Im Gespräch liegt die Herausforderung darin, einen angenehmen Mittelweg zwischen Sprechen und Zuhören zu finden – weder Kandidat:in noch Arbeitgeber:in sollen einen Monolog führen.

Bedenke trotzdem: Die Wahrscheinlichkeit, nach einem schlechten ersten Eindruck im Interview doch noch zu überzeugen, ist sehr gering.

Ähnliche Beiträge

Bei Arbeitskräfteüberlassung stellt ein Arbeitgeber (Überlasser) seine Arbeitskräfte einem anderen Arbeitgeber (Beschäftiger) zur Erbringung von Arbeitsleistungen zur Verfügung. In Österreich ist das Überlassen von Mitarbeiter:innen gesetzlich streng geregelt. Das Arbeitskräfteüberlassungsgesetz dient als Dienstnehmerschutzgesetz und legt unter anderem die Gleichstellung gem. Kollektivvertrag des Beschäftigerbetriebes fest.

Employer Branding beschreibt den Aufbau und die Pflege der Arbeitgebermarke eines Unternehmens, um einen Beitrag zur Mitarbeitergewinnung und –bindung zu leisten.

Gen Z umfasst um die Jahrtausendwende Geborene und ist mit dem Internet, mobilen Geräten und Social Media groß geworden (Digital Natives 2.0). Die Generation Z besinnt sich wieder auf traditionelle Werte. Karriere wird erst dann ein wichtiges Thema, wenn die Generation Z einen höheren Sinn in der Arbeit erkennt. Deshalb sind auch Themen wie Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility relevant bei der Jobsuche und ein wichtiger Touchpoint für das Employer Branding. Platte Werbebotschaften ohne Mehrwert werden gekonnt herausgefiltert.

Die Generation Y („Millennials“) umfasst die Geburtsjahrgänge zwischen 1980 und 1995. Sie stellt die Nachfolgegeneration der Generation X dar. Millennials sind die Digital Natives der ersten Stunde, haben den Internetboom sowie die Globalisierung von klein auf miterlebt. Offline wie in der digitalen Welt zeichnet sich die Gen Y durch einen hohen Vernetzungs-Grad aus. Mehr als Status und Prestige steht die Freude an der Arbeit, Freiräume, Selbstverwirklichung und Freizeit im Vordergrund.

Zeitraum, den Recruiter benötigen, um Kandidat:innen einzustellen. Die Time-to-hire beginnt mit der Bewerbung auf eine ausgeschriebene Stelle und endet mit der Besetzung. Somit bildet die Time-to-hire die Dauer des Einstellungsprozesses aus Sicht der Kandidat:innen ab.

Durchsuchen einer Webseite mit einer Suchmaschine mithilfe bestimmter Operatoren (wie bei Boolean Strings). Der große Vorteil: Webseiten können gesammelt durchsucht werden – das spart viel Zeit. Die 4 Grundregeln der X-Ray Search.

Als Tech Stack von Kandidat:innen bezeichnet man den Umfang ihres technischen Know-hows, z. B. im Backend, Frontend, Data Engineering oder DevOps. Als Tech Stack eines Unternehmens werden die verwendeten Technologien und Tools innerhalb der Organisation bezeichnet.

Persönliche Kompetenzen, die Auswirkungen auf das soziale Umfeld haben und methodische Kompetenzen, die das Beherrschen & Erlernen bestimmter Methoden und Techniken beinhalten. Im Vergleich zu fachlichen Fähigkeiten (Hard Skills) lassen sich Soft Skills schwieriger überprüfen und aneignen.

Aktives Onboarding beginnt im Recruitingprozess und endet offiziell nach 3 bis 6 Monaten. 90 % der neuen Mitarbeiter entscheiden in den ersten 6 Monaten, ob sie bleiben oder gehen. Die Phasen des Onboardings: Preboarding, Orientierungsphase, Integration. Checkliste für erfolgreiches Onboarding.

Professionell organisierter Austritt eines Mitarbeiters, einer Mitarbeiterin aus dem Unternehmen. Pendant zum Onboarding. In der digitalisierten Arbeitswelt ist Offboarding ein bedeutsamer Teil des Personalmanagements, bei dem die Employee Experience eine große Rolle spielt. Checkliste: Offboarding als Chance – in 7 Schritten.

Sammelbegriff für tiefgreifende Veränderungen in der Wirtschaftswelt. New Work impliziert „Arbeiten um zu leben statt leben um zu arbeiten.“ Das Konzept der „Neuen Arbeit“, oder auch „Arbeit 4.0“, beschreibt die Rahmenbedingungen, wie Arbeit in der heutigen Gesellschaft, die durch Digitalisierung und Globalisierung geprägt ist, „richtig gelebt“ werden kann. Chancen, Risiken, Best practice-Beispiele zu New Work.

Kürzel für die Berufsgruppen aus Mathematik, Informatik, Natur- und Ingenieurwissenschaft und Technik. Fachkräfte in diesen Bereichen sind äußerst begehrt, MINT-Berufe zählen zu den bestbezahlten Berufen. Laut AMS-Report liegen die Jobs der Zukunft in der Umwelttechnik, Data-Science, Cloud-Computing, Ingenieurwesen, Medizininformatik sowie im Biotech- und Pharmasektor.

Seite, auf der Jobsuchenden alle relevanten Informationen rund um das Unternehmen zur Verfügung gestellt werden. Dazu gehören: alle offenen Stellen, Unternehmensmission, Vision und Unternehmenswerte, Fotos und Videos, die das Arbeitsumfeld abbilden sowie Kontaktdaten und eine direkte Online-Bewerbungsmöglichkeit. Aufbau und Nutzung müssen intuitiv sein.

Personen, die durch ihre fachliche Qualifikation und ihr soziales Verhalten sowie ihr Engagement auffallen. Meist sind junge Talente/Hochschulabsolvent:innen gemeint, die zu Hoffnungen in Bezug auf die kommende Unternehmergeneration berechtigen. Aber auch der im Berufsleben stehende Fach- und Führungsnachwuchs mit erkennbarem Entwicklungspotenzial gilt als High Potential.

Fachliche Fähigkeiten, die im Rahmen der Berufs- oder Schulausbildung erworben werden. Auch ein Studium oder innerbetriebliche Weiterbildungen zählen dazu. Typische Hard Skills wie Fremdsprachen oder IT- & Softwarekenntnisse erlernt man bereits in der Schule. Im Laufe der Karriere/weiteren Ausbildung kommen Hard Skills in Wissensgebieten wie Buchhaltung, Projektmanagement, Maschinenbau usw. hinzu. Es handelt sich um Fähigkeiten, die messbar sind und meist durch Zeugnisse, Zertifikate oder Vorführung bewiesen werden können.

Tool zum Suchen und Filtern von Stelleninseraten auf diversen Jobbörsen, Unternehmenswebsites und Netzwerken. Google for Jobs ist kein eigenständiges Stellenportal, daher können Jobs nicht direkt auf Google geschaltet werden.

Übertragung von spielerischen Elementen auf einen neuen, spielfremden, meist digitalen Kontext – in unserem Fall auf den Recruiting-Prozess. Neben optischen Elementen (Spieldesign) werden verschiedene Prinzipien und Mechaniken aus dem Gaming-Bereich übernommen, mit dem Ziel, bestimmte Motivationen und Verhaltensweisen zu fördern – z.B. die Bereitschaft zur Beteiligung und die Interaktion mit der Zielgruppe zu steigern.

Freie, selbstständige Mitarbeiter:innen, die meist über eine hohe Qualifikation oder Spezialisierung in ihrem Bereich verfügen und für eine begrenzte Zeit „engagiert“ werden – etwa in den Bereichen IT, Consulting, Werbung etc. In Österreich besitzen sie ein angemeldetes Gewerbe und treten als Unternehmer:innen auf. Die Vergütung von Freelancern erfolgt auf Basis eines Dienst- oder Projektvertrags stundenweise oder – seltener – tageweise.

Direktsuche von Top-Führungs- und Fachkräften (auch bekannt als „Headhunting“). Aktive Suche und diskrete Ansprache von Kandidat:innen für Schlüsselpositionen, die nicht öffentlich ausgeschrieben werden. „Executives” waren früher vor allem leitende Angestellte, wie z. B. die Geschäftsführung oder der Vorstand. Inzwischen werden via Executive Search auch viele hochspezialisierte Fachjobs besetzt.

Ganzheitliche Strategie, durch die Vielfalt am Arbeitsplatz wahrgenommen, wertgeschätzt, gefördert und für die Organisationsziele genutzt wird. Das umfasst Mitarbeiter:innen ebenso wie Kund:innen und Stakeholder der Organisation.

Datengesteuerter Recruiting-Ansatz, der Technologien und Daten verwendet, um einen großen Talentpool zu analysieren und Kandidat:innen mit den richtigen Fähigkeiten, Erfahrungen und Denkweisen zu identifizieren. Recruiter nehmen einen großen Talentpool, analysieren ihn mit einer Vielzahl von Technologien und grenzen ihn ein, bis nur noch die Besten übrigbleiben.

Kosten, die eine unbesetzte Stelle verursacht.

Instrument zum Aufbau von Beziehungen zu (potenziellen & ehemaligen) Bewerber:innen. Ziel ist die Begeisterung für die Arbeitgebermarke. CRM unterstützt die Recruitingmaßnahmen, spart Zeit und Kosten bei der Besetzung offener Stellen und stärkt das Employer Branding.

Messgröße zusätzlich zu persönlichem Feedback. Kandidat:innen werden nach dem Jobinterview und einer Absage gebeten, die Wahrscheinlichkeit anzugeben, das Unternehmen weiterzuempfehlen. Der CNPS kann sinnvoll sein, um einen ersten Eindruck zu bekommen – die Teilnehmeranzahl ist bei einem so einfachen und schnell durchführbaren Verfahren vergleichsweise hoch. Details zur Berechnung des CNPS.

Reise der Kandidat:innen im Laufe des Bewerbungsprozesses – von der Suche bis zum Onboarding.

Alle Interaktionen & die gesamte Kommunikation mit Kandidat:innen via Mail, Telefon oder Face-to-Face. Candidate Engagement misst, wie interessiert Bewerber:innen an einer Stelle und dem Unternehmen sind und wie gut sie sich im gesamten Recruiting- und Einstellungsprozess behandelt fühlen. LinkedIn zufolge ist in den letzten Jahren die Absprungrate im Bewerbungsprozess um 20 % gestiegen. Nützliche Strategien im Candidate Engagement: zeitnahes Feedback, relevanter Content, Newsletter, Videos, automatisierte E-Mails, z. B. als Reminder für Gesprächstermine, Umfragen.

Die (positive oder negative) Wahrnehmung und Erfahrung der Kandidat:innen im Bewerbungsprozess. Das beginnt beim Stelleinserat, ist besonders wichtig im Bewerbungsprozess (einfach und schnell!) und der regelmäßigen Kommunikation (Feedback, Updates) und geht bis zur Vertragsunterzeichnung (hier wird die Candidate Experience zur Employee Experience). Eine gelungene Candidate Experience reduziert die Time to Hire, kurbelt das Referral Marketing an, stärkt die Employer Brand.

Unternehmensstrategie, die Kandidat:innen und ihre individuellen Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellt. Das Ziel von candidate-centric Recruiting: langfristige Beziehungen mit Kandidat:innen. Dieser Trend ist relativ neu und unterscheidet sich von der klassischen Employer Centricity, die zum Ziel hat, offene Positionen zu besetzen. Tools für candidate-centric Recruiting-Strategien sind u. a. Personas, eine top Candidate Experience, gut gepflegte Talentpools, Candidate relationship management, Umfragen.

Spricht man von Active Sourcing, fallen oft die Begriffe „Boolean Strings“ & „X-Ray-Search“. Dabei handelt es sich um spezielle Methoden, die bei der Suche nach Kandidat:innen sogenannte Operatoren einsetzen. Mit Boolean Strings wird gezielt auf verschiedenen Plattformen gesucht. Vorteil: man erstellt EINEN Boolean String, der auf beliebig vielen Plattformen angewendet werden kann, z. B. auf LinkedIn, XING & Co. Boolean Strings und X-Ray-Search in der Praxis anwenden.

Absprungrate während des Bewerbungsprozess. Einflussnehmende Faktoren: ein mehrstufiges Bewerbungsformular, langsame Ladezeiten, ein nicht userfreundliches Design & Layout der Karriereseite. Google Analytics & ähnliche Webanalyse-Tools helfen dabei, herauszufinden, welche Inhalte und Seiten gut funktionieren und welche weniger. Wichtige Kennzahlen: Verweildauer, Absprungrate, Interaktionsrate, Bewerbungsrate, Bewerbungszeit.

Merriam-Webster definiert AI (Artificial Intelligence) als die Fähigkeit von Maschinen, intelligentes menschliches Verhalten zu imitieren. Möglichkeiten, ein Automation Tool im Recruiting zu nutzen: zum Screenen von Lebensläufen, für regelmäßige Updates via automatische E-Mails, zur Analyse von Interviews.

Proaktive Kandidat:innensuche und direkte, individuelle Ansprache. Für Recruiter bedeutet das, auf verschiedenen Kanälen und mithilfe verschiedener Tools und Methoden (z. B. der Boole’schen Suche) nach Fachkräften zu suchen, diese anzusprechen und sie für eine vakante Stelle zu gewinnen. Für mehr Details: In 4 Schritten zur Active Sourcing Strategie.