Tamina Höfinger
Tamina Höfinger
 schrieb am 12. Juli 2021

Der Lebenslauf: Tipps zum Aufbau und Muster

Der Lebenslauf ist der wichtigste Teil deiner Bewerbungsunterlagen. Er verrät am meisten über deinen Werdegang, daher wird der Lebenslauf häufig zuerst gelesen. Sein Inhalt und sein Layout entscheiden, ob dem Rest der Bewerbung überhaupt Aufmerksamkeit geschenkt wird.

Lebenslaufvorlagen als Download

Was gehört in die Bewerbung?

Die wichtigsten Bestandteile der Bewerbung sind:

  • das Bewerbungsschreiben
  • der Lebenslauf und
  • aussagekräftige Anlagen, wie Zeugnisse und Zertifikate.

Ob du ein Deckblatt verwenden möchtest, bleibt dir überlassen, das ist kein Muss. Das Bewerbungsschreiben, oder auch Motivationsschreiben, ist keinesfalls eine reine Formalität und sollte in dessen Bedeutung nicht unterschätzt werden. Der erste Eindruck zählt.

Neben dem Motivationsschreiben ist der Lebenslauf das wichtigste Dokument in deiner Bewerbung, denn er zeigt dem Recruiter, an welcher Stelle deiner beruflichen Laufbahn du dich befindest. Bei einer guten Bewerbung sollten Zeugnisse von deiner Schule, Ausbildung oder Universität/Fachhochschule keinesfalls fehlen. Wenn du schon praktische Erfahrungen gesammelt hast, gehören auch Arbeitszeugnisse in den Anhang deiner Bewerbung. Ebenfalls von Vorteil können Bescheinigungen über Fortbildungen, ehrenamtliches Engagement oder sonstige Tätigkeiten sein, die fachlich mit dem gewünschten Job verwandt sind.

Checkliste Lebenslauf

Hol dir die epunkt Checkliste für deinen Lebenslauf und komm deinem Traumjob ein Stückchen näher.

Zum PDF Download

5 Gestaltungstipps für deinen perfekten CV

  1. Schreib deinen Lebenslauf in tabellarischer Form
  2. Verwende eine klare und gut lesbare Schrift bzw. Schriftgröße
  3. Schreibe kurz und prägnant, aber trotzdem vollständig
  4. Ein aktuelles Bewerbungsfoto sollte in deinem perfekten Lebenslauf nicht fehlen
  5. Optional: Beim Layout kannst du dich am Corporate Design der Wunschfirma orientieren
Lebenslauf kreativ
Lebenslauf modern

Der Aufbau des Lebenslaufes

  1. Persönliche Daten: Name, Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Geburtsdatum und ein aktuelles Bewerbungsfoto. Angaben über die Eltern oder das Religionsbekenntnis sind nicht relevant.
  2. Ausbildung: Liste deine Ausbildungsstufen in umgekehrter chronologischer Reihenfolge auf. Beginne dabei mit der aktuellsten Ausbildung. Nenne Name und Ort der Schule/Universität, Fachrichtung sowie Anfang und Ende deiner Ausbildung. Bei akademischer Ausbildung kannst du auch Informationen zu Abschlussarbeiten anführen.
  3. Arbeitserfahrung: Führe deine bisherigen beruflichen Stationen an, inklusive Name des Unternehmens, Datum und Dauer deiner Beschäftigung. Gib dabei einen kurzen Überblick über deinen Aufgabenbereich (3-5 der wichtigsten Aufgaben, die du ausgeführt hast). Auch relevante Praktika, Nebenjobs oder Studentenprojekte mit Praxisbezug kannst du hier angeben. Hard Skills dürfen im Lebenslauf keinesfalls fehlen.
  4. Besondere Kenntnisse: Hebe dich von potenziellen Mitbewerbern ab. Hierzu gehören Soft-Skills, wie etwa besondere Sprach- und Fachkenntnisse, die über deine Ausbildung hinausgehen und für den gewünschten Job relevant sind.
  5. Zusätzliches Engagement: Gehst du einer ehrenamtlichen Tätigkeit nach, etwa als Obmann eines Vereins, Schülervertreter oder Mitarbeiter einer Studentenorganisation? Dann führe dies unbedingt als Hobby im Lebenslauf an.

Das richtige Layout und Design

Da bereits der optische Eindruck des Lebenslaufes Rückschlüsse auf deine Arbeitsweise und Sorgfalt zulässt, sollte ein ansprechendes Layout mit einem strukturierten Aufbau gewählt werden. Eine tabellarische Form eignet sich sehr gut, um deine berufliche Laufbahn übersichtlich darzustellen. Die einzelnen Abschnitte des Lebenslaufes sollten klar voneinander getrennt und schlüssig strukturiert sein.

Weniger ist oft mehr. Im Lebenslauf solltest du nicht mit kursiven, fettgedruckten, unterstrichenen oder bunten Wörtern übertreiben. Um einen schlüssigen Gesamteindruck zu vermitteln, sollten sich Schriftgröße und Schriftart nicht vom Motivationsschreiben unterscheiden. Für Hervorhebungen kannst du gerne eine Schmuckfarbe verwenden. Clever ist es, diese Schmuckfarbe passend zum Unternehmen zu wählen. Du kannst die Logofarbe übernehmen und so subtil Zugehörigkeit signalisieren. 😉

Als kleine Hilfe haben wir Lebenslauf Vorlagen zum Download für dich vorbereitet:

Lebenslauf Einsteiger

Für Berufseinsteiger

Hier haben wir einen übersichtlichen tabellarischen Musterlebenslauf für Berufseinsteiger als Word-Vorlage, die du nach dem Download schnell und einfach bearbeiten kannst.

Lebenslauf Berufserfahrung

Für Personen mit Berufserfahrung

Bisherige Berufserfahrung, Kenntnisse, Social skills, Auszeichnungen und Hobbys: mit dem Musterlebenslauf für Personen mit Berufserfahrung bekommen Personaler alle relevanten Informationen über dich auf einen Blick. Kreativ, modern, für Seniors: Hier findest du weitere Lebenslauf-Vorlagen.

Do’s & Don’ts für den perfekten CV

Motivationsschreiben Icon

Do's

✓ aussagekräftiger Speichername („Lebenslauf_Nachname_Vorname“)

✓ maximal 1 bis 3 Seiten

✓ übersichtliche Gliederung

✓ kurze und knackige Formulierungen

✓ den beruflichen Werdegang in umgekehrter chronologischer Reihenfolge aufbauen

✓ professionelles Bewerbungsfoto

✓ für den neuen Job relevante Weiterbildungen auflisten

Daumen unten Icon

Don'ts

x den CV im Word-Format übermitteln

x Gehaltsvorstellungen

x überflüssige Angaben (z.B. Religionsbekenntnis, Namen der Kinder, Berufe der Eltern usw.)

x Unwahrheiten bezüglich Qualifikationen oder Lücken im Lebenslauf

x skurrile Hobbys anführen

x Volksschule und Unterstufe anführen (wenn du einen Abschluss einer höheren Schule oder sogar einen Universitäts-/FH-Abschluss hast, ist das nicht notwendig)

Do'sDon'ts
aussagekräftiger Speichername („Lebenslauf_Nachname_Vorname“)den CV im Word-Format übermitteln
maximal 1 bis 3 SeitenGehaltsvorstellungen
übersichtliche Gliederungüberflüssige Angaben (z.B. Religionsbekenntnis, Namen der Kinder, Berufe der Eltern usw.)
kurze und knackige FormulierungenUnwahrheiten bezüglich Qualifikationen oder Lücken im Lebenslauf
den beruflichen Werdegang in umgekehrter chronologischer Reihenfolge aufbauenskurrile Hobbys anführen
professionelles BewerbungsfotoVolksschule und Unterstufe anführen (wenn du einen Abschluss einer höheren Schule oder sogar einen Universitäts-/FH-Abschluss hast, ist das nicht notwendig)
für den neuen Job relevante Weiterbildungen auflisten

Lücken im Lebenslauf – Wie soll ich das erklären?

Monate austauschen, nie stattgefundene Weiterbildungen anführen oder sonstige Geschichten erzählen – Lügen bezüglich Lücken im Lebenslauf sind ein absolutes No-Go. Bestimmt warst du während deiner Auszeit, Pause oder Lücke nicht vollkommen untätig. Vielleicht hast du ein neues Hobby für dich entdeckt oder dich mit Online-Kursen weitergebildet. Auch, wenn lediglich die Jobsuche schwieriger war als gedacht: erkläre sachlich deine Situation und fokussiere dich auf deine Stärken.

Perfektes LinkedIn Profil

Dein Lebenslauf auf LinkedIn

Du möchtest dein LinkedIn-Profil ins richtige Licht rücken und von Recruitern entdeckt werden? Dann wird es Zeit, dein Profil auf den aktuellen Stand zu bringen. Deinen Lebenslauf kannst du auch auf LinkedIn veröffentlichen, um die Aufmerksamkeit von Recruitern auf dich zu lenken. Du kannst deine Berufserfahrung auflisten und stichwortartig die Tätigkeit beschreiben. Achte darauf, dass du die jeweiligen Unternehmen korrekt verlinkst, damit diese ein Logo zeigen, das vermittelt einen professionellen Eindruck.

Lebenslauf in der E-Mail-Bewerbung

Eine Bewerbungsmappe postalisch zu versenden, wurde von der einfacheren und schnelleren Variante abgelöst – der E-Mail-Bewerbung. Zu beachten gilt es, dass alle Bewerbungsunterlagen in einem Dokument versendet werden. Kein Recruiter freut sich über eine E-Mail mit 10 verschiedenen Anhängen, die auch noch in der Reihenfolge durcheinander sind. Am besten eignet sich ein PDF-Dokument, in dem zuerst das Anschreiben angeführt wird, danach der Lebenslauf und zum Schluss noch Zeugnisse und weitere Anhänge. Allerdings solltest du genau darauf achten, ob im Jobinserat vielleicht etwas anderes gefordert wird. Möglicherweise reichen das Anschreiben und der Lebenslauf oder es wird ein bestimmtes Dateiformat gewünscht. Lies die Angaben des jeweiligen Unternehmens ganz genau, um nicht bereits mit einem negativen Eindruck zu starten.

Handschriftlicher Lebenslauf – in oder out?

Kaum zu glauben, aber wahr – obwohl mittlerweile so gut wie alles digital abgehandelt wird, möchten einige Unternehmen immer noch einen handschriftlichen Lebenslauf von den Bewerbern. Allerdings bedeutet das nicht, dass du deinen tabellarischen Lebenslauf einfach mit der Hand abschreibst. Dieser ist nämlich wesentlich ausführlicher und gibt deine bisherigen Stationen in Form eines Aufsatzes wieder:

Einleitung – Hier fasst du deine persönlichen Daten zusammen (Name, Geburtsdatum, Kontaktdaten).

Hauptteil – Hier beschreibst du die wichtigsten Stationen deines Lebens in chronologischer Reihenfolge. Du beginnst bei der Schulausbildung und endest mit deiner aktuellen Tätigkeit. Um dies möglichst übersichtlich zu gestalten, trenne die jeweiligen Stationen mit Absätzen voneinander.

Schluss – Abschließend erklärst du, weshalb du dich für diesen Job beworben hast und versiehst den Lebenslauf mit einer Ortsangabe, dem aktuellen Datum und deiner Unterschrift.

Hobbys im lebenslauf

Absolvent ohne Berufserfahrung – Wie kann ich überzeugen?

Du hast die Schule abgeschlossen und nun steht zum ersten Mal die Jobsuche an? Ohne bisherige Berufserfahrung ist es umso interessanter, welche Schule du besucht und was du bisher gelernt hast. Wenn es in deiner Schule einen Schwerpunkt, wie beispielsweise IT, Design oder Sprachen gab, dann gib diesen auch in deinem Lebenslauf an. Damit zeigst du, dass du in berufsrelevanten Fächern bereits mehr Erfahrung hast als andere. Auch deine Volks- und Hauptschulzeit kommt in den Lebenslauf. Nach einigen Jahren Berufserfahrung werden diese allerdings nicht mehr angeführt.

Hast du in der Schule an interessanten Projekten gearbeitet, die mit deinem gewünschten Job zu tun haben? Dann liste auch diese im Lebenslauf auf. Auch die Mitarbeit in einer Übungsfirma und von dir geschriebene Facharbeiten kannst du anführen. Das zeigt, dass du bereits nähere Kenntnisse bei bestimmten Themen hast.

Deinen potenziellen Arbeitgeber interessiert, was du kannst. Führe daher Sprachkenntnisse (mit dem jeweiligen Niveau - A1 bis C2), Computerkenntnisse und auch deinen Führerschein an. Ebenso interessant sind Computerprogramme, mit denen du bereits gearbeitet hast. Standardmäßig ist Microsoft Office sehr gefragt, aber vielleicht konntest du durch deine Schule oder aus privatem Interesse bereits andere Programme kennenlernen.

Auch deine Hobbys kannst du im Lebenslauf angeben. Bist du Mitglied in einem Verein? Dann vergiss dies auf keinen Fall in deinem Lebenslauf, denn so zeigst du soziales Engagement und deine Teamplayerfähigkeiten.

Vielleicht hast du deine Ferien genutzt und ein Ferialpraktikum absolviert. Auch damit kannst du punkten. Führe deine Ferialjobs im Lebenslauf an und beschreibe mit ein paar Schlagworten deine Tätigkeitsbereiche. Wenn du ein Arbeitszeugnis bekommen hast, kannst du das als Anhang deiner Bewerbung hinzufügen.

Profi-Tipps für Developer

Um zu glänzen und dich von anderen Mitbewerbern abzuheben, haben wir uns wertvolle Tipps von einem Recruiting-Profi geholt:

  • Führe die Technologien im Lebenslauf an, mit denen du zuletzt gearbeitet hast.
  • Als Senior Entwickler kannst du eine Projektliste in deinen Lebenslauf einbauen. Je mehr Projekte du bereits durchgeführt hast, desto besser.
  • Hast du dich auch privat mit Programmierprojekten beschäftigt? Egal, ob kleine Apps oder eine Haussteuerung – damit kannst du punkten.
  • Wie wäre es mit einer Bewertungsskala deiner Fähigkeiten? Bewerte deine Qualifikationen mit Sternen (beispielsweise: Java ☆☆☆☆☆, C++ ☆☆☆, usw.). Das hat bestimmt nicht jeder in seinem Lebenslauf. 😉

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