Eva Helfrich
Eva Helfrich
 schrieb am 17. Januar 2022

Mehr Geld ist nicht drin? – 22 Alternativen zur Gehaltserhöhung

Mehr Brutto am Lohnzettel ist nicht unbedingt immer die profitabelste Option für Mitarbeiter:innen. Darum: 22 Alternativen zu mehr Geld 2022.

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Das Wort „Gehaltserhöhung“ klingt erstmal so schön. Dabei ist mehr Brutto am Lohnzettel nicht immer die profitabelste Option für Mitarbeiter:innen. Durch die kalte Progression und die wachsende Abgabenlast rechnet sich das bei kleinen Beträgen kaum. Alternativen, die für beide Seiten Vorzüge haben, sind Sachbezüge und gering besteuerte Sonderleistungen. Und zwar am besten mit Fokus auf Individualität: Seine Mitarbeiter:innen zu fragen, was sie haben möchten, signalisiert Wertschätzung und bindet sie ans Unternehmen. Nicht jeder Benefit passt zur Firmenkultur und es ticken auch nicht alle Mitarbeitende gleich.

Alle Menschen lieben ihren Vorteil, nur verstehen nicht alle dasselbe darunter.

Voltaire
Heike mit Hund
Die Anwesenheit von Hunden wirkt sich nachweislich positiv auf das Betriebsklima aus (wir wissen, wovon wir reden - stimmts, Heike? ;)

Statt Gehaltserhöhung: 22 beliebte, spannende & unkonventionelle Extras

1. Mehr Urlaub: „New Work“-Studien zufolge würden viele Arbeitnehmer:innen zusätzliche Urlaubstage mehr Gehalt vorziehen. Eine 6. Urlaubswoche, frei haben am Geburtstag oder freie Tage für ehrenamtliche Tätigkeiten werden immer attraktivere Faktoren im War for Talents, speziell im Recruiting von Millennials und der Generation Z.

- Bei Spotify gibt es „Flexible Public Holidays“, die nach der individuellen Glaubensrichtung oder zu speziellen Anlässen genommen werden können. Sehr inklusiv und ein schöner Schritt, um Diversity im Unternehmen zu fördern.
- Bei Netflix – für seinen (fast) regellosen Management-Stil bekannt – dürfen sich Mitarbeiter:innen überhaupt so viel Urlaub nehmen, wie sie möchten.
- Der Softwarehersteller Epic Systems spendiert allen Mitarbeiter:innen zum 5-jährigen Jubiläum ein bezahltes, 4-wöchiges Sabbatical, damit sie ihren „kreativen Talenten nachgehen“ können.

2. Workation: Aus work und vacation wird ein Benefit, der durch die positiven Remote Work-Erfahrungen der vergangenen Jahre immer öfter in Unternehmen angeboten wird. Gearbeitet wird da, wo man gerne seinen Urlaub verbringt. Und Strom sowie Internet hat.

3. Hunde am Arbeitsplatz: Überstunden sind für Hundebesitzer:innen oft problematisch. Wer kein schlechtes Gewissen gegenüber dem sehnsüchtig auf die Gassirunde wartenden Bauxi hat, kann sich besser konzentrieren. Die Anwesenheit von Hunden wirkt sich zudem positiv auf das Betriebsklima aus (wir wissen, wovon wir reden).

4. Elektro-Firmenauto & E-Bikes: Im Gegensatz zum normalen Firmenauto ist die private Nutzung von einem Firmenfahrzeug mit einem CO2-Ausstoß von 0 % steuerfrei. Dasselbe gilt auch für Firmenfahrräder oder E-Bikes.

5. Fitness, Yoga, Firmenmasseur: Maßnahmen, die die Gesundheit der Mitarbeiter:innen verbessern, sind ein Zeichen, dass das Unternehmen an deren Wohlbefinden interessiert ist. Für gesundheitliche Untersuchungen, Investitionen in ein ergonomisches Büro-Setup, Massagen, autogenes Training oder andere von den Krankenkassen geförderte Kurse, können Firmen einen steuerfreien Zuschuss zahlen.

6. Tickets fürs Kino, Konzerte oder Sportveranstaltungen.

7. Zeit und Raum, um eigene Ideen in der Firma umzusetzen: Eines der frühen Erfolgsgeheimnisse von Google war die sogenannte "20 Prozent-Zeit". Die Gründer wollten Mitarbeiter:innen dazu ermutigen, zusätzlich zu ihren Projekten 20 Prozent ihrer Zeit (einen ganzen Wochentag!) dafür einzusetzen, um ohne Druck von oben an Ideen zu arbeiten, die gut für Google sein könnten. Das Resümee kann sich sehen lassen: Google Maps und Gmail sind Produkte, die in diesem Rahmen entstanden sind.

8
. Auch Kleinvieh macht Mist: Ein kostenloser Bibliotheksausweis, die

9. Beteiligung an der privaten Stromrechnung und Home-Office-Ausstattung oder

10. Mitarbeiter:innen auf Firmenkosten einkaufen, essen oder zum Friseur gehen zu lassen, hat einen Effekt.

Highfive 1
Kinderbetreuungskosten: Steuerfrei sind jährliche Zuschüsse bis 1.000 Euro pro Kind bis zum 10. Lebensjahr.

Beliebte Zusatzleistungs-Klassiker

11. Flexible Arbeitszeiten sind einer kununu-Studie zufolge mit über 70 % nach wie vor der am meisten gewünschte Benefit. Vertrauensarbeitszeit, Gleitzeit ohne Kernzeit, Sabbaticals, 4-Tage-Wochen und Home-Office waren schon vor der Corona-Pandemie eine Entscheidungshilfe für oder gegen einen Arbeitgeber.

12. Weiterbildung & Coachings: Jeder Fünfte zählt laut Studie Coachings zu den attraktivsten Sozialleistungen. Unternehmen können ihren Beschäftigten jede Menge persönliche und fachliche Weiterbildung steuer- und sozialabgabenfrei spendieren. Aber: Der Fiskus erkennt nur Seminare an, deren Lerninhalte mit dem Job des Mitarbeiters zu tun haben. Als Kosten gelten auch Fachbücher, Unterbringung, Verpflegung und Reisekosten.

13. Essenszuschuss: Mit dem „Wirtshaus-Paket“ dürfen Unternehmen seit Juli 2020 ihre Mitarbeiter:innen bis zu 8 Euro täglich bezuschussen, ohne dass Steuern anfallen. So kommen immerhin 1.760 Euro im Jahr zusammen (ausgehend von 220 Arbeitstagen pro Jahr). Die Essensmarken aus Papier, die es seit den 80ern in Österreich gibt, werden von Prepaid Cards und Apps wie Lunchit, givve, Edenred Pay & Co. abgelöst.

14. Kinderbetreuungskosten: Steuerfrei sind jährliche Zuschüsse bis 1.000 Euro pro Kind bis zum 10. Lebensjahr an eine private oder öffentliche Kinderbetreuungseinrichtung (auch Tagesmütter).

15. Betriebliche Altersvorsorge: Pro Jahr können Unternehmen bis zu 300 Euro steuer- und sozialabgabenfrei für die Pension eines Mitarbeitenden zurücklegen.

16. Jobticket: Mobilität ist ein Evergreen.

17. Geschenke: Jeder Mitarbeiter, jede Mitarbeiterin darf pro Jahr Sachgeschenke im Wert von 186 Euro von seinem Dienstgeber entgegennehmen.

Beispiele für kuriose Benefits

18. S. C. Johnson, ein Hersteller für Reinigungsmittel, stellt seinen Mitarbeiter:innen einen „Concierge Service“ zur Verfügung, der ihnen stressige kleine Tätigkeiten abnimmt – wie Pakete zur Post zu bringen oder Kleidung von der Reinigung abzuholen.

19. Apple, Facebook, Spotify und eBay übernehmen die Kosten für Fruchtbarkeitsbehandlungen und das Einfrieren von Eizellen.

20. Bei Twitter wird zur Entspannung Akupunktur am Arbeitsplatz angeboten.

21. Das Immobilienunternehmen Zillow bietet einen Muttermilch-Lieferservice: sind stillende Mütter auf Reisen, bezahlt der Arbeitgeber die Versandkosten für die Milch.

22. Den Casual Friday kennt man. Die britische Marketingagentur Onebestway ging noch einen Schritt weiter und führte den Naked Friday ein und wird damit zum Traum-Arbeitgeber für Anhänger:innen der Freikörperkultur.

Goodies, die zusätzlich zum Gehalt angeboten werden, sind eine glasklare Win-Win-Situation für Firmen und Arbeitnehmer, wenn sie den tatsächlichen Bedürfnissen der Mitarbeiter:innen entsprechen. Laut einer Gehaltsumfrage von Stepstone mit 28.000 Menschen, rechnen 37 % der Befragten aktuell nicht mit einer Gehaltserhöhung, fordern aber sehr wohl Mitarbeiter-Benefits wie ein Jobticket oder mehr Urlaubstage.

Gehaltserhöhung trotz Krise karriere at

Auch karriere.at hat Unternehmen sowie Mitarbeiter:innen gefragt, wie es mit der Gehaltserhöhung trotz Corona aussieht. Ergebnis: 63 % der Arbeitgeber:innen finden eine Gehaltserhöhung auch in Krisenzeiten angemessen. „Wem das in finanzieller Hinsicht nicht möglich ist, der findet vielleicht einen anderen Weg, um sich bei seinen Mitarbeitern zu bedanken. Auch Geschenkgutscheine von betroffenen Gastronomiebetrieben oder ein nachhause geliefertes Care-Paket können hier schöne Gesten sein“, so Georg Konjovic, CEO von karriere.at.

Es gibt inzwischen sogar WIFI-Kurse zur modernen Gestaltung des Entlohnungssystems.

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