B2B Astronaut Autor
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epunkt Astronaut schrieb am 19. Juli 2022

Generation Z: Ihr gehört die Zukunft

7 Facts über die Fachkräfte von morgen: Wer ist die Generation Z, wie tickt sie und wie müssen Arbeitgeber:innen auf die Neuankömmlinge in der Arbeitswelt reagieren? Geburtenschwache Jahrgänge und Pensionierungswellen machen die Post-Millenials unerlässlich. Nur – diese Alterskohorte hat besondere Ansprüche. epunkt hat bei Unternehmensvertreter:innen nachgefragt, wie sie damit umgehen

Generation Z

Wer ist die Gen Z?

Der Begriff Gen Z meint die Generation Z und beschreibt die Alterskohorte der zwischen 1995 und 2009 Geborenen. Wobei, die zeitliche Klassifikation ist nicht immer eindeutig und ganz exakt. Die Generation Z folgt der Generation Y, auch Digital Natives genannt. Die Gen Z wird auch als Generation Smartphone, Digital Natives 2.0 oder Post-Millennials bezeichnet. Sie ist die erste Alters- und Sozialgruppe, die von Klein auf mit digitalen Technologien aufwächst.

Generationenuebersicht

Während die Gen Z die Arbeitswelt betritt, rücken bereits die Alphas nach. Ab Mitte der 2020-Jahre wird die Generation α für Unternehmen interessant. (Grafik: epunkt/Paula Schrefl)

Wie die Gen Z tickt

Weil es nicht „Den Typ Generation Z“ gibt, ist eine vollständige Charakterisierung schier unmöglich. Zusammen mit unserer Praktikantin Paula aus der Gen Z haben wir die treffendsten Eigenschaften ihrer Generation gesammelt:

Z, Y, X? Was die künftigen Fachkräfte von ihren Vorgänger:innen unterscheidet

Für die Gen Z, die Nachfolgegeneration der Millennials (Generation Y) sind Anrufe und Facebook von gestern. Die künftigen Fachkräfte sind auf einer Vielzahl von Plattformen aktiv: Tiktok, Instagram, Snapchat, Twitch, Whatsapp, YouTube – um nur einige zu nennen.

Jugend Internet Monitor 2022 Oesterreich

Der jährliche Jugend-Internet-Monitor unter 11 bis 17-Jährigen des Instituts für Jugendkulturforschung zeigt eindeutige Präferenzen: Beinahe alle Teens sind auf Whatsapp und Youtube, die absolute Mehrheit auf Instagram, Snapchat und Tiktok. Lediglich ein Drittel nützt Facebook.

Die Generation Z nutzt Soziale Medien nicht nur zum Austausch, sondern setzt damit und dadurch Zeichen – Stichwort Proteste. Ein markanter Unterschied zwischen Y und Z: Die Gen Y arbeitet, um sich persönlich zu verwirklichen und kombinieren Arbeit und Freizeit. Die Gen Z will Arbeit und Freizeit strikt trennen – Stichwort Work-Life-Separating.


No shit Sherlock Generation Z

Sprache der Gen Z

No Shit Sherlock ist ein sarkastischer Hinweis. Quasi die ironische Antwort auf eine Erklärung, für die es keinen Meisterdetektiv gebraucht hätte.

Beispiel: Jemand, der bei 35 Grad in der prallen Sonne sitzt und sagt "ist ganz schön heiß heute" könnte vom jungen Gegenüber ein No Shit Sherlock ernten. (Grafik: makeameme.org)


Die Krisen der Gen Z

Krieg, Klima und Covid sind die Krisen ihrer Generation: Die Pandemie prägte durch die Isolation im Lockdown und fehlende Strukturen im Tagesablauf das Ausbildungsende und den Berufseinstieg der Gen Z. Eine Umfrage des renommierten AP-Norc Instituts der Universität Chicago ergab, dass die Hälfte der Befragten der Generation Z Sorgen um ihre berufliche Zukunft, weniger Spaß im Leben hat und weniger glücklich ist. Unterschiedliche Befragungen von jungen Menschen in Österreich und Europa* haben 2022 ergeben, dass der Krieg in der Ukraine, militärische Bedrohungen und die Klimakrise die größten Sorgen der Generation Z sind.

Podcast-Tipp

Generationenforscher Rüdiger Maas über die Gen Z und wie sie denkt, lebt, handelt und ihre ganz neuen Ansprüche an die Arbeitswelt

Arbeit und Gen Z: Was Unternehmen erwartet

Der Eintritt der Gen Z in die Arbeitswelt ist auch eine Challenge für Unternehmen: Neue Generation. Neue Anforderungen. Neuer Schwung. Bis zu fünf Generationen arbeiten heute unter einem Firmendach: Von der Nachkriegsgeneration bis zur Gen Z. Zudem muss der Fachkräftemangel bedingt durch geburtenschwache Jahrgänge und die Pensionswelle der Babyboomer abgefedert werden. Ganz klar, Unternehmen werden nicht um die Digital Natives 2.0 herumkommen, wollen sie wettbewerbsfähig bleiben. Inzwischen sind 22 Prozent der österreichischen Erwerbstätigen zwischen 1995 und 2009 geboren, wie die Statistik Austria auf Anfrage bestätigt. Tendenz stark steigend.

Mit den jüngsten Berufseinsteigern weht ein anderer Wind: Spaß an den Aufgaben und Selbstverwirklichung stehen ganz oben. Die jüngste Studie des Instituts für Jugendkulturforschung Österreich ergab: für die Gen Z kommt gutes Betriebsklima vor Gehalt und Arbeitsplatzsicherheit vor Karrierechancen. Das Paradoxe: Die junge Generation identifiziert sich weniger stark mit dem Unternehmen und wechselt schneller den Beruf – Stichwort Jobhopping.

Gen Z Frage 4

Wir wollten wissen: Wie geht es Unternehmen mit der Gen Z?

epunkt hat 111 Unternehmensvertreter:innen und Personalverantwortliche gefragt:

Ist Ihr Unternehmen bereit, spezielle Benefits* zu bieten, die von der Gen Z gefordert werden?
*z.B. Digitalisierung, flexible Dienstzeiten, flexible Arbeitsplätze, moderne Kommunikationskultur.
78 Prozent antworteten mit Ja, 22 Prozent mit Nein.

Was Berufseinsteiger:innen wirklich wollen

Ein cooles Büro mit hippen Möbeln alleine reicht nicht. Aufgrund der drohenden Fluktuation sind Unternehmen mehr denn je gefordert, auf die Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter:innen einzugehen. Stichwort Benefits. Anders als frühere Generationen, die eine gute Altersvorsorge, Urlaub und Erfolgsprämien zu schätzen wussten, will die Gen Z individuellere Zusatzleistungen. Beispielsweise Elternurlaub, Unterstützung bei Entwicklungsmöglichkeiten und Weiterbildung, Hilfe bei der Rückzahlung von Studiendarlehen.

Weitere Benefits, die sich die Gen Z wünscht

  • Flexible Arbeitszeiten

  • Lockere Kleiderordnung

  • Öffitickets

  • Gemeinsame Strategien

  • Entwicklungsmöglichkeiten

  • Spaß an den Aufgaben

Generation Z 2

Wie kann die Gen Z gelockt werden?

Wer die Gen Z an Bord holen will, muss ihre Welt kennen. Hier eine kurze Anleitung für den Recruitingprozess:

  • In Stelleninseraten und Social Media-Ausschreibungen neben den eigenen Werten auch die Prinzipien ihrer Gen Z widerspiegeln. Im Jobprofil ebenso.
  • Den Recruitingprozess menschlich und serviceorientiert gestalten. Die Beweggründe und Bedürfnisse für einen neuen Job erfahren. Kurz: Recruiting perfektionieren!
  • Zeitnahes, transparentes und technologisiertes Recruiting. Stichwort Mobile Recruiting
  • Ausgezeichnetes Onboarding
Meme Elmo

Und sonst noch: Memes gehen immer

Die kultigen Beiträge sind der Inbegriff der Jugendkultur und -sprache. Ein Meme - ausgesprochen [miːm] - ist meist gesellschaftskritisch und satirisch. (Screenshot Twitter - Jeff Zhang)

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