B2B Astronaut Autor
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epunkt Astronaut schrieb am 12. Januar 2016

Generation Y: Wer sie nicht richtig behandelt, verliert!

Glück schlägt Geld. Die Generation Y fordert eine neue Arbeitswelt. Jene Menschen, die zwischen 1980 und 1997 geboren sind, haben einiges vor. Sinn in der Tätigkeit und Selbstverwirklichung im Berufsleben sind zentral - und das möglichst schnell. Um sie zu ködern, müssen Unternehmen mehr bieten als nur Jobs.

Anders leben, anders arbeiten

Y wird im Englischen ausgesprochen wie why. Und tatsächlich hinterfragt diese Generation so ziemlich alles. Denn die Y-Vertreter sind mit unzähligen Möglichkeiten groß geworden, im Alltag und im Internet. Ihr Problem sind nicht die Grenzen, sondern es ist die Grenzenlosigkeit. Warum sollten Beruf und Familie nicht vereinbar sein? Die Generation Y ist auch die Generation „Warum nicht?“.

Charakterisiert werden sie als weltoffen, kreativ, selbstständig und engagiert. Diese Qualitäten spiegeln sich in ihren Lebensläufen wider, vor einem Wechsel des Arbeitsplatzes wird nicht zurückgeschreckt. Für die Unternehmen sind sie trotzdem ein Zugewinn. Denn die neue Generation hat Ideen! Sie will etwas verändern, hat große Visionen und ist bereit, ihr Herzblut dafür zu investieren. Dabei steht nicht die eigene Karriere im Vordergrund, sondern es geht darum, gemeinsam im Team etwas zu erreichen.

Warum sollte man die Generation Y rekrutieren?

Sich um die „digital Natives“ zu bemühen, hat noch andere Hintergründe. Diese neue Generation ist kein Hype - die Macht der Demografie steht auf deren Seite. Wir leben in einem hochgebildeten und wirtschaftlich florierenden Land, dennoch gehen in vielen Branchen die Fachkräfte aus. Und sie werden noch weniger, wenn die starken Geburtsjahrgänge 1960 bis 1970 in Rente gehen. 2020 sollen ca. 50 Prozent aller Arbeitnehmer der Generation Y angehören. Unternehmen sollten besser umdenken und sich auf die Ansprüche der „Millenials“ einstellen.

Was heißt das für Unternehmen?

Von Unternehmen erwartet die Generation Y mehr Flexibilität, kurze Kommunikationswege und Selbstbestimmung in der Arbeitsweise. Kollegialität und persönliche Entwicklung rangieren bei ihnen ganz oben, Status und Prestige ganz unten. Mit einem großen Büro können Sie die Vertreter der Generation Y daher nicht ködern. „Der feste Arbeitsplatz ist out“, so auch die FAZ in einem Artikel über die neue Arbeitswelt. Als Gegenleistung verspricht diese Generation, „unglaubliche Leistungen“ zu erbringen.

Unternehmen sollten sich auf folgende Anforderungen einstellen:

  • Entlohnung als Hygienefaktor: Die Generation Y definiert Arbeit nicht als Tausch „Lebenszeit für Geld“. Vielmehr soll der Job so gut es geht mit dem Privatleben und der eigenen Persönlichkeit vereinbar sein.
  • Freie Zeiteinteilung: Junge Fachkräfte verlangen mehr Flexibilität. Freie Einteilung der Arbeitszeit und Home Office sowie längere Urlaube sind das A und O. Wesentlich ist, mehr Zeit für Familie und Freunde zu haben.
  • Partnerschaftliches Verhältnis: „Mentor statt Boss“ lautet das Motto, wenn es um Führung geht. Transparente Informationen zu Hintergründen, Prozessen und Zielen sowie eine klare Komminkationskultur sind wesentlich, ebenso wie eine Bewertung, die sich am Ergebnis anstatt an der Arbeitszeit bemisst. Zudem sollten Lob und Anerkennung nicht zu kurz kommen.

Diese Generation an jungen Arbeitnehmern ist leistungsbereit, aufstiegsorientiert und bringt klare Vorstellungen in Unternehmen mit. Eine Thematik, die Führungskräfte, HR- und Personalverantwortliche interessieren sollte, denn die Millennials sind die Talente von heute, die in wenigen Jahren den Großteil der Mitarbeiter ausmacht - und es sind die Führungskräfte von morgen.

Mehr als eine Generation

Natürlich ist die Generation Y nicht so homogen wie sie auf den ersten Blick scheint. Es gelten (nie) alle Eigenschaften für jedes Individuum innerhalb einer Altersgruppe. Einer differenzierteren Beschreibung widmet sich die Boston Consulting Group mit der Studie „The Millennial Consumer – Debunking Stereotypes.“ Interessante Beiträge zu dem Thema bietet auch der Blog Recruiting Generation Y.

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