B2B Astronaut Autor
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epunkt Astronaut schrieb am 27. Juli 2020

Benefits - oder die Gefahr, sich als Arbeitgeber zu disqualifizieren

Die Corona-Krise hat vielen gezeigt, worauf es wirklich ankommt: Der gesunde Obstkorb, das moderne Firmenhandy und die coolen Mitarbeiterevents werden schnell zur Nebensache, wenn der Arbeitsplatz in Gefahr ist. Aufgrund dieser Unsicherheiten und Erfahrungen mit dem eigenen Unternehmen ist die Wechselbereitschaft vieler Arbeitnehmer in den letzten Monaten stark gestiegen. Ein authentischer, ehrlicher Arbeitgeber, der Jobsicherheit bietet, auf individuelle Bedürfnisse eingeht und auch in Krisenzeiten auf den Wert seiner Mitarbeiter nicht vergisst, ist in Zukunft wohl gefragter als einer, der nur Gratiskaffee und Laptop anbietet. In unserem neuen Whitepaper erfahren Sie, warum Benefits zwar zu einem attraktiven Arbeitgeber dazugehören, ihn aber nicht ausmachen.

Die Vorteile einer Anstellung im Unternehmen in Form von „hippen“ Mitarbeiter-Benefits bereits im Jobinserat anzupreisen, ist seit geraumer Zeit ein Trend im Recruiting. Unternehmen, die diesem Trend blind folgen, laufen aber Gefahr, sich gerade wegen der Konzentration auf die Benefits als attraktiver Arbeitgeber zu disqualifizieren. Oft zeugt dieses Vorgehen nur von Unwissenheit und Verzweiflung. Überlegen Sie doch mal...

Alle Menschen lieben ihren Vorteil, nur verstehen nicht alle dasselbe darunter.

Das wusste schon Voltaire im 17. Jahrhundert. Sie meinen, es gäbe keine schlechten Benefits? Einem geschenkten Gaul schaut man schließlich nicht ins Maul?! Im Fall von Mitarbeiter-Benefits kann diese Einstellung schnell nach hinten losgehen. Denn die bloße Tatsache, dass Unternehmen Benefits anbieten, sagt ja noch nichts darüber aus, wie sinnvoll diese Benefits aus Sicht der Mitarbeiter sind. Man braucht nicht lange zu googeln, um Umfrageergebnisse von kununu, Xing und Co. zu finden, die belegen, wie gravierend die Unterschiede zwischen Wunsch und Wirklichkeit in Sachen Mitarbeiter-Benefits sind.

Und genau darin liegt die Krux. Welchen Wert hat etwas, das man eigentlich gar nicht braucht oder wünscht, das man aber ständig marktschreierisch unter die Nase gehalten bekommt? Oder anders herum: Suchen Sie denn händeringend jemanden, der so unfassbar gern Kaffee trinkt, dass er sich dieser Möglichkeit direkt im Jobangebot versichern muss?

Fragen Sie beim Bewerbungsgespräch nach den Bedürfnissen des Kandidaten

Wer nicht fragt bleibt dumm!

Dale Carnegie, einer der berühmtesten und einflussreichsten Kommunikations- und Motivationstrainer der Welt, schrieb bereits in seinem 1936 erschienen Buch „How to win friends and influence people“ (zu Deutsch: Wie man Freunde gewinnt. Die Kunst, beliebt und einflussreich zu werden.) über das tiefe innere Verlangen des Menschen danach, wertgeschätzt zu werden und wichtig zu sein. Bereits zu Beginn des 2. Kapitels wird er konkret: “Es gibt keinen anderen Weg, jemanden dazu zu bringen, daß er tut, was wir wünschen, als daß man ihm gibt, was er wünscht. Was aber ist das?” [sic] Das ist die zentrale Frage! Stellen Sie sie.

Kommunikationsfähigkeit ist der gefragteste Soft Skill

Wie erreichen Sie also, dass ihre Mitarbeiter sich wichtig und wertgeschätzt fühlen?

Durch Benefits etwa? Nein! Benefits sind längst keine Besonderheit mehr, die ein Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber auszeichnen. Als Immobilienmakler würden Sie heute schließlich auch nicht auf die Idee kommen, zu betonen, dass eine Wohnung über Küche und Bad verfügt. Kaffee- und Getränke-Flat, Firmen-Laptop und -Handy, Home-Office und flexible Arbeitszeiten – all das sollte 2020 zum etablierten Standard gehören, wenn es Ihren Mitarbeitern die Arbeit erleichtert.

Wenn Sie sich als Arbeitgeber heute von der breiten Masse abheben wollen, müssen Sie anfangen zu fragen, was ihre Mitarbeiter brauchen. Die Antworten darauf werden individuell sein, wie die Mitarbeiter selbst. Dafür gibt es kein allgemeingültiges Rezept. Genau diese Herausforderung gilt es zu meistern: Flexibel genug zu sein, diesen verschiedenen Bedürfnissen gerecht zu begegnen und gleichzeitig als Unternehmen authentisch und glaubwürdig in den eigenen Ziel- und Wertvorstellungen zu bleiben, damit sich Ihre Mitarbeiter innerhalb des Unternehmens gesehen, wertgeschätzt und gebraucht fühlen.

Geht nicht, denken Sie? Doch! Wie Sie für Ihr Recruiting dieses Ziel erreichen können, erklärt epunkt im neuen Whitepaper.