„364.000 Arbeitslose und 120.000 offene Stellen – wie passt das zusammen?"
Der österreichische Arbeitsmarkt wirkt widersprüchlich. Was übersehen wir?
Der Punkt ist: Beides stimmt gleichzeitig. Wir haben – Stand Sommer 2026 – rund 364.000 Menschen, die beim AMS arbeitslos oder in Schulung sind. Zeitgleich meldet die Statistik Austria über 120.000 offene Stellen, und auf der Mangelberufsliste stehen nach wie vor mehr als 100 Berufe. Und keiner der üblichen Sündenböcke erklärt das allein. Es liegt nicht an der Gen Z – 23-Jährige produzieren keine 364.000 Arbeitslosen. Es liegt nicht an der KI allein, die hat in Österreich bislang keine Jobverluste in dieser Dimension verursacht. Und die Babyboomer sind, statistisch gesehen, noch da. Natürlich haben wir drei Jahre Rezession hinter uns und die hat großen Einfluss auf die Arbeitslosenzahlen. Aber wir suchen die Erklärung auch oft an der falschen Stelle.
Wo dann?
Im Hintergrund, nicht im Vordergrund. 2019 hatten wir 45 landesweite Mangelberufe, 2024 mit 110 so viele wie nie und auch heute liegt die Liste, regionale Berufe eingerechnet, noch klar über 100. Was sich verändert hat, ist nicht die Generation. Es ist die Mathematik dahinter.
„Das ist keine Prognose. Das ist Mathematik."
Sie sprechen oft von einer demografischen kombiniert mit einer digitalen Transformation. Was meinen Sie damit?
Heute kommen in Österreich drei Menschen im erwerbsfähigen Alter auf eine Person im Pensionsalter. 2042 – nur noch 16 Jahre – sind es zwei zu eins. Das ist nichts, worüber man streiten kann, diese Menschen sind alle schon geboren. Wir diskutieren über Gen Z und ihre Eigenschaften, während uns ein Drittel der Erwerbsbevölkerung in Pension geht. Die eigentliche Transformation ist nicht laut, sie postet nicht auf LinkedIn.
Gibt es keinen Ausweg?
Doch, ich denke schon. Der Vergleich im DACH-Raum zeigt es: Die Schweiz hält ihr Erwerbspotenzial über Zuwanderung praktisch stabil, während Deutschland am stärksten verliert. Österreich steht besser da als Deutschland, aber weit hinter der Schweiz. Demografie ist kein reines Schicksal. Sie ist eine Stellschraube, an der man gezielt drehen muss.
„Gen Z ist nicht das Problem. Gen Z ist der Lackmustest."
Faul, illoyal, nur auf Work-Life-Balance aus – wie viel davon stimmt eigentlich?
Fast nichts, wenn man sich die Studienlage ansieht. In einer repräsentativen Umfrage sagen 77 Prozent der 16- bis 24-Jährigen, Arbeit sei ihnen wichtig – bei den Älteren sind es rund 80 Prozent, also kaum mehr. Laut IAB wechselt die Gen Z nicht häufiger den Job als andere Generationen – jedenfalls nicht, wenn man das tatsächliche Verhalten misst und nicht bloß Absichtserklärungen. Und beim Thema Sinn unterscheiden sich Gen Z und Millennials kaum. Was die Daten dagegen nicht hergeben, ist das Bild der arbeitsunwilligen Jugend: Nachlassendes Engagement zeigt sich quer durch die Belegschaft, nicht nur bei den Jüngsten.
Warum hält sich das Vorurteil trotzdem so hartnäckig?
Weil es kein neues Vorurteil ist. In den Achtzigern war es die „No-Future-Generation", in den Neunzigern die verwöhnte „Generation Golf", 2005 die „Generation Praktikum". Jede Generation hält die nächste für fauler. Der Unterschied heute: Die Gen Z sagt laut, was Millennials gedacht und Boomer geschluckt haben. Sie verursacht die Probleme in Unternehmen nicht – sie macht sie nur sichtbar.
„Viele Unternehmen haben Leistung mit Anwesenheit verwechselt"
Der Ruf nach mehr Leistung wird lauter. Zu Recht?
Absolut. Die Lohnstückkosten in Österreich sind zwischen 2016 und 2024 um fast 35 Prozent gestiegen, 2023/24 regelrecht explodiert, die Arbeitsproduktivität im selben Zeitraum nur um rund 5 Prozent – 2023 und 2024 ist sie sogar gesunken. Wir zahlen mehr und bekommen pro Kopf nicht mehr heraus. Der Wunsch nach mehr Produktivität ist betriebswirtschaftlich völlig berechtigt.
Nur woran hakt es dann?
Zum Teil an unserem Leistungsbegriff, und der steckt in uns allen. Früh da, spät weg, wer am längsten das Licht anhat – das galt lange als Zeichen von Einsatz, und das war auch nachvollziehbar, weil sich Anwesenheit eben leicht messen lässt. Nur bildet sie Leistung nur bedingt ab. Die Arbeitszeitforschung ist hier ziemlich eindeutig: Jenseits von rund 50 Wochenstunden sinkt die Produktivität pro Stunde, mehr Zeit bedeutet nicht automatisch mehr Ergebnis. Und heute haben wir gute Möglichkeiten, Leistung an Ergebnissen festzumachen, nicht an der Stundenzahl.
Die Gen Z macht diesen stillen Deal – Präsenz gilt als Leistung – einfach nicht mehr mit. Das ist kein Leistungsverweigern, sondern eine berechtigte Frage. Was wir manchmal als fehlende Leistungsbereitschaft lesen, ist oft eher der Wunsch, dass Ergebnisse zählen und nicht die reine Präsenz.
„KI ersetzt nicht die Menschen. Im besten Fall füllt sie die Lücke."
Wie groß ist der Effekt von KI auf den Arbeitsmarkt wirklich?
Da liegen die Prognosen meilenweit auseinander – von Ökonomen, die kaum mehr als einen halben Prozentpunkt über ein ganzes Jahrzehnt sehen, bis zu Optimisten mit rund 1,5 Prozent zusätzlichem Produktivitätswachstum pro Jahr. Niemand weiß es genau und wer eine exakte Zahl verspricht, verkauft Ihnen etwas. Interessant wird es an einer anderen Stelle: KI könnte z.B. allein in Deutschland bis 2030 rund 3,9 Milliarden Arbeitsstunden einsparen. Die demografische Lücke liegt bei 4,2 Milliarden Stunden. Das ist fast deckungsgleich. KI ersetzt also nicht die Menschen, sie füllt im besten Fall genau die Lücke, die uns die Demografie reißt. Allerdings gibt es da noch eine kleine Herausforderung: KI hilft uns bei einem Großteil der Mangelberufe nicht weiter, zumindest nicht in absehbarer Zeit.
„40 Prozent des Fachkräftemangels sind hausgemacht"
Sie sprechen viel über Demografie und KI. Was können Unternehmen selbst tun?
Aus meiner Sicht schon einiges und das ist die gute Nachricht. Aus unserer täglichen Recruiting-Praxis teile ich den Fachkräftemangel bewusst zugespitzt auf: rund 30 Prozent Demografie, 30 Prozent Ausbildungslücke, 40 Prozent hausgemacht. Demografie können wir nur abmildern. Den hausgemachten Teil können Unternehmen sofort abstellen.
Was sehen Sie in der Praxis am häufigsten?
Unternehmen suchen nach wie vor den Perfect Match, der in jungem Alter die Erfahrung eines Seniors hat, aber das Gehalt eines Juniors akzeptiert, der alles kann und alles weiß. Dabei ist alles zu wissen in Zukunft nicht mehr so wichtig, oder? Wir sehen aktuell verstärkt, dass Unternehmen keine Absolventen mehr einstellen, weil sie die Hoffnung haben, dass die KI die Juniortätigkeiten übernimmt. Die Arbeitslosigkeit bei den Jungen steigt, gut ausgebildete Menschen bekommen nach ihrem Abschluss keine Möglichkeit zum Einstieg. Das kann aus meiner Sicht für die Firmen nicht lange gut gehen, weil es „Nachfolger“ braucht, die das Business verstehen, die Prozesse hinterfragen, die einen anderen Blick auf die Themen und Herausforderungen haben. Generalisten werden dann wieder gefragter sein. Wissen und Technologie als Wettbewerbsvorteil verlieren an Bedeutung. Und hier übersehen meiner Meinung nach gerade viele Unternehmen ihre Chancen.
„Der Arbeitsmarkt von morgen ist kein Tech-Problem. Er ist ein Spiegel."
Zum Schluss: Wer arbeitet also morgen?
Drei Antworten, keine fertige Lösung. Erstens: mehr Menschen – durch Zuwanderung, höhere Frauenerwerbsquote, längere Erwerbsbiografien. Zweitens: andere Arbeit – KI verschiebt Wertschöpfung, statt sie zu vernichten, aber nur, wenn wir jetzt in Weiterbildung investieren, nicht nur in Lizenzen. Drittens, und das ist die unbequemste These: offenere Arbeitgeber. Der Engpass ist nicht das Talent. Es ist die Attraktivität dessen, was wir bieten. Morgen arbeiten genau die, die wir heute bereit sind, ernst zu nehmen – die Älteren, die wir zu früh in Pension schicken, die Frauen, denen wir die Vereinbarkeit schwer machen, die Zugewanderten, deren Abschlüsse wir nicht anerkennen, und die Gen Z, die wir belächeln.
Wollen Sie darüber reden, wer bei Ihnen morgen arbeitet?
Mario Koplmüller und das epunkt Team sind für Sie da. Schreiben Sie uns – wir haben zwar auch keine fertige Antwort, aber garantiert die richtigen Fragen.
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Durchsuchen einer Webseite mit einer Suchmaschine mithilfe bestimmter Operatoren (wie bei Boolean Strings). Der große Vorteil: Webseiten können gesammelt durchsucht werden – das spart viel Zeit. Die 4 Grundregeln der X-Ray Search.
Als Tech Stack von Kandidat:innen bezeichnet man den Umfang ihres technischen Know-hows, z. B. im Backend, Frontend, Data Engineering oder DevOps. Als Tech Stack eines Unternehmens werden die verwendeten Technologien und Tools innerhalb der Organisation bezeichnet.
Persönliche Kompetenzen, die Auswirkungen auf das soziale Umfeld haben und methodische Kompetenzen, die das Beherrschen & Erlernen bestimmter Methoden und Techniken beinhalten. Im Vergleich zu fachlichen Fähigkeiten (Hard Skills) lassen sich Soft Skills schwieriger überprüfen und aneignen.
Aktives Onboarding beginnt im Recruitingprozess und endet offiziell nach 3 bis 6 Monaten. 90 % der neuen Mitarbeiter entscheiden in den ersten 6 Monaten, ob sie bleiben oder gehen. Die Phasen des Onboardings: Preboarding, Orientierungsphase, Integration. Checkliste für erfolgreiches Onboarding.
Professionell organisierter Austritt eines Mitarbeiters, einer Mitarbeiterin aus dem Unternehmen. Pendant zum Onboarding. In der digitalisierten Arbeitswelt ist Offboarding ein bedeutsamer Teil des Personalmanagements, bei dem die Employee Experience eine große Rolle spielt. Checkliste: Offboarding als Chance – in 7 Schritten.
Sammelbegriff für tiefgreifende Veränderungen in der Wirtschaftswelt. New Work impliziert „Arbeiten um zu leben statt leben um zu arbeiten.“ Das Konzept der „Neuen Arbeit“, oder auch „Arbeit 4.0“, beschreibt die Rahmenbedingungen, wie Arbeit in der heutigen Gesellschaft, die durch Digitalisierung und Globalisierung geprägt ist, „richtig gelebt“ werden kann. Chancen, Risiken, Best practice-Beispiele zu New Work.
Kürzel für die Berufsgruppen aus Mathematik, Informatik, Natur- und Ingenieurwissenschaft und Technik. Fachkräfte in diesen Bereichen sind äußerst begehrt, MINT-Berufe zählen zu den bestbezahlten Berufen. Laut AMS-Report liegen die Jobs der Zukunft in der Umwelttechnik, Data-Science, Cloud-Computing, Ingenieurwesen, Medizininformatik sowie im Biotech- und Pharmasektor.
Seite, auf der Jobsuchenden alle relevanten Informationen rund um das Unternehmen zur Verfügung gestellt werden. Dazu gehören: alle offenen Stellen, Unternehmensmission, Vision und Unternehmenswerte, Fotos und Videos, die das Arbeitsumfeld abbilden sowie Kontaktdaten und eine direkte Online-Bewerbungsmöglichkeit. Aufbau und Nutzung müssen intuitiv sein.
Personen, die durch ihre fachliche Qualifikation und ihr soziales Verhalten sowie ihr Engagement auffallen. Meist sind junge Talente/Hochschulabsolvent:innen gemeint, die zu Hoffnungen in Bezug auf die kommende Unternehmergeneration berechtigen. Aber auch der im Berufsleben stehende Fach- und Führungsnachwuchs mit erkennbarem Entwicklungspotenzial gilt als High Potential.
Fachliche Fähigkeiten, die im Rahmen der Berufs- oder Schulausbildung erworben werden. Auch ein Studium oder innerbetriebliche Weiterbildungen zählen dazu. Typische Hard Skills wie Fremdsprachen oder IT- & Softwarekenntnisse erlernt man bereits in der Schule. Im Laufe der Karriere/weiteren Ausbildung kommen Hard Skills in Wissensgebieten wie Buchhaltung, Projektmanagement, Maschinenbau usw. hinzu. Es handelt sich um Fähigkeiten, die messbar sind und meist durch Zeugnisse, Zertifikate oder Vorführung bewiesen werden können.
Tool zum Suchen und Filtern von Stelleninseraten auf diversen Jobbörsen, Unternehmenswebsites und Netzwerken. Google for Jobs ist kein eigenständiges Stellenportal, daher können Jobs nicht direkt auf Google geschaltet werden.
Übertragung von spielerischen Elementen auf einen neuen, spielfremden, meist digitalen Kontext – in unserem Fall auf den Recruiting-Prozess. Neben optischen Elementen (Spieldesign) werden verschiedene Prinzipien und Mechaniken aus dem Gaming-Bereich übernommen, mit dem Ziel, bestimmte Motivationen und Verhaltensweisen zu fördern – z.B. die Bereitschaft zur Beteiligung und die Interaktion mit der Zielgruppe zu steigern.
Freie, selbstständige Mitarbeiter:innen, die meist über eine hohe Qualifikation oder Spezialisierung in ihrem Bereich verfügen und für eine begrenzte Zeit „engagiert“ werden – etwa in den Bereichen IT, Consulting, Werbung etc. In Österreich besitzen sie ein angemeldetes Gewerbe und treten als Unternehmer:innen auf. Die Vergütung von Freelancern erfolgt auf Basis eines Dienst- oder Projektvertrags stundenweise oder – seltener – tageweise.
Direktsuche von Top-Führungs- und Fachkräften (auch bekannt als „Headhunting“). Aktive Suche und diskrete Ansprache von Kandidat:innen für Schlüsselpositionen, die nicht öffentlich ausgeschrieben werden. „Executives” waren früher vor allem leitende Angestellte, wie z. B. die Geschäftsführung oder der Vorstand. Inzwischen werden via Executive Search auch viele hochspezialisierte Fachjobs besetzt.
Ganzheitliche Strategie, durch die Vielfalt am Arbeitsplatz wahrgenommen, wertgeschätzt, gefördert und für die Organisationsziele genutzt wird. Das umfasst Mitarbeiter:innen ebenso wie Kund:innen und Stakeholder der Organisation.
Datengesteuerter Recruiting-Ansatz, der Technologien und Daten verwendet, um einen großen Talentpool zu analysieren und Kandidat:innen mit den richtigen Fähigkeiten, Erfahrungen und Denkweisen zu identifizieren. Recruiter nehmen einen großen Talentpool, analysieren ihn mit einer Vielzahl von Technologien und grenzen ihn ein, bis nur noch die Besten übrigbleiben.
Kosten, die eine unbesetzte Stelle verursacht.
Instrument zum Aufbau von Beziehungen zu (potenziellen & ehemaligen) Bewerber:innen. Ziel ist die Begeisterung für die Arbeitgebermarke. CRM unterstützt die Recruitingmaßnahmen, spart Zeit und Kosten bei der Besetzung offener Stellen und stärkt das Employer Branding.
Messgröße zusätzlich zu persönlichem Feedback. Kandidat:innen werden nach dem Jobinterview und einer Absage gebeten, die Wahrscheinlichkeit anzugeben, das Unternehmen weiterzuempfehlen. Der CNPS kann sinnvoll sein, um einen ersten Eindruck zu bekommen – die Teilnehmeranzahl ist bei einem so einfachen und schnell durchführbaren Verfahren vergleichsweise hoch. Details zur Berechnung des CNPS.
Reise der Kandidat:innen im Laufe des Bewerbungsprozesses – von der Suche bis zum Onboarding.
Alle Interaktionen & die gesamte Kommunikation mit Kandidat:innen via Mail, Telefon oder Face-to-Face. Candidate Engagement misst, wie interessiert Bewerber:innen an einer Stelle und dem Unternehmen sind und wie gut sie sich im gesamten Recruiting- und Einstellungsprozess behandelt fühlen. LinkedIn zufolge ist in den letzten Jahren die Absprungrate im Bewerbungsprozess um 20 % gestiegen. Nützliche Strategien im Candidate Engagement: zeitnahes Feedback, relevanter Content, Newsletter, Videos, automatisierte E-Mails, z. B. als Reminder für Gesprächstermine, Umfragen.
Die (positive oder negative) Wahrnehmung und Erfahrung der Kandidat:innen im Bewerbungsprozess. Das beginnt beim Stelleinserat, ist besonders wichtig im Bewerbungsprozess (einfach und schnell!) und der regelmäßigen Kommunikation (Feedback, Updates) und geht bis zur Vertragsunterzeichnung (hier wird die Candidate Experience zur Employee Experience). Eine gelungene Candidate Experience reduziert die Time to Hire, kurbelt das Referral Marketing an, stärkt die Employer Brand.
Unternehmensstrategie, die Kandidat:innen und ihre individuellen Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellt. Das Ziel von candidate-centric Recruiting: langfristige Beziehungen mit Kandidat:innen. Dieser Trend ist relativ neu und unterscheidet sich von der klassischen Employer Centricity, die zum Ziel hat, offene Positionen zu besetzen. Tools für candidate-centric Recruiting-Strategien sind u. a. Personas, eine top Candidate Experience, gut gepflegte Talentpools, Candidate relationship management, Umfragen.
Spricht man von Active Sourcing, fallen oft die Begriffe „Boolean Strings“ & „X-Ray-Search“. Dabei handelt es sich um spezielle Methoden, die bei der Suche nach Kandidat:innen sogenannte Operatoren einsetzen. Mit Boolean Strings wird gezielt auf verschiedenen Plattformen gesucht. Vorteil: man erstellt EINEN Boolean String, der auf beliebig vielen Plattformen angewendet werden kann, z. B. auf LinkedIn, XING & Co. Boolean Strings und X-Ray-Search in der Praxis anwenden.
Absprungrate während des Bewerbungsprozess. Einflussnehmende Faktoren: ein mehrstufiges Bewerbungsformular, langsame Ladezeiten, ein nicht userfreundliches Design & Layout der Karriereseite. Google Analytics & ähnliche Webanalyse-Tools helfen dabei, herauszufinden, welche Inhalte und Seiten gut funktionieren und welche weniger. Wichtige Kennzahlen: Verweildauer, Absprungrate, Interaktionsrate, Bewerbungsrate, Bewerbungszeit.
Merriam-Webster definiert AI (Artificial Intelligence) als die Fähigkeit von Maschinen, intelligentes menschliches Verhalten zu imitieren. Möglichkeiten, ein Automation Tool im Recruiting zu nutzen: zum Screenen von Lebensläufen, für regelmäßige Updates via automatische E-Mails, zur Analyse von Interviews.
Proaktive Kandidat:innensuche und direkte, individuelle Ansprache. Für Recruiter bedeutet das, auf verschiedenen Kanälen und mithilfe verschiedener Tools und Methoden (z. B. der Boole’schen Suche) nach Fachkräften zu suchen, diese anzusprechen und sie für eine vakante Stelle zu gewinnen. Für mehr Details: In 4 Schritten zur Active Sourcing Strategie.