Nina Schwarz1
Nina Schwarz1
 schrieb am 27. Oktober 2026

Neukundengewinnung wird schwieriger: Warum die richtigen Vertriebspersönlichkeiten den Unterschied machen

Mehr Leads, mehr Termine, mehr Angebote? Wenn die Neukundengewinnung stockt, setzen Unternehmen häufig auf mehr Vertriebsaktivität. Doch was braucht es wirklich, um neue Kundinnen und Kunden zu gewinnen? Im Webinar „Neukundengewinnung wird schwieriger – was müssen Unternehmen jetzt ändern?“ beleuchten Sonja Fahrner-Poszvek (Great Salesforce), Klaus Kümmel (Great Salesforce), Alfred Lackner (Balanced Six) und Mario Koplmüller (epunkt) die Herausforderungen aus unterschiedlichen Perspektiven. Unsere Erfahrung bei epunkt zeigt: Entscheidend ist auch, ob die richtigen Menschen im Vertriebsteam sind und ob ihre Kompetenzen zu den aktuellen Marktanforderungen passen.

Wirtschaftlicher Druck prägt die Aussichten österreichischer Unternehmen

Sonja Fahrner-Poszvek, Senior Managing Director bei Great Salesforce, präsentierte die Ergebnisse der GSF® Unternehmensradarstudie 2026. Dafür wurden 475 Entscheidungstragende aus österreichischen Unternehmen befragt, um herauszufinden, welche Themen sie aktuell beschäftigen und wie sie die wirtschaftliche Entwicklung einschätzen. Die Ergebnisse bilden den Ausgangspunkt für die Frage, wie Unternehmen auf veränderte Marktbedingungen reagieren und ihre Neukundengewinnung auch in einem herausfordernden Umfeld erfolgreich gestalten können.

Unternehmen müssen auf anspruchsvolle Rahmenbedingungen reagieren und gleichzeitig Chancen für Wachstum erkennen. Doch was hilft, wenn die Neukundengewinnung schwieriger wird? Mehr Vertriebsaktivität allein ist nicht immer die Antwort. Entscheidend ist, die eigene Strategie zu hinterfragen und sicherzustellen, dass die Menschen im Vertrieb die richtigen Voraussetzungen mitbringen.

Portrait Sonja Fahrner

Sonja Fahrner-Poszvek, Senior Managing Director Great Salesforce

Die Studie GSF® Unternehmensradarstudie 2026 zeigt, wie stark externe Faktoren österreichische Unternehmen fordern. Neben Teuerung, Fachkräftemangel und Bürokratie beschäftigen sie auch die Kundennachfrage und die Auftragsentwicklung. Gleichzeitig blickt rund die Hälfte der befragten Unternehmen optimistisch auf die kommenden zwölf Monate.

Wer seine Kunden kennt, verkauft erfolgreicher

Klaus Kümmel, Managing Partner von Great Salesforce, lenkte den Blick auf eine zentrale Frage: Verstehen Unternehmen noch gut genug, warum Kunden bei ihnen kaufen und warum sie sich dagegen entscheiden?

Wenn der wirtschaftliche Druck steigt, reagieren Unternehmen häufig mit mehr Aktivität: mehr Leads, mehr Termine und mehr Angebote. Dabei kann genau das am eigentlichen Problem vorbeigehen. Denn Kundenbedürfnisse und Kaufkriterien verändern sich. Was früher ein überzeugendes Verkaufsargument war, muss heute nicht mehr kaufentscheidend sein.

Der Ansatz: zuerst verstehen, was für Kund:innen tatsächlich relevant ist. Erst auf dieser Basis lässt sich der Vertrieb wirksam ausrichten. Kundenwissen soll nicht nur erhoben, sondern auch konsequent für Entscheidungen genutzt werden.

Doch auch die beste Vertriebsstrategie kann nur dann wirken, wenn die passenden Kompetenzen im Team vorhanden sind.

Portrait Klaus Kümmel

Klaus Kümmel, Managing Partner Great Salesforce

Kundenwissen darf nicht bei CRM-Daten oder internen Annahmen stehen bleiben. Unternehmen müssen herausfinden, warum Kunden kaufen, welche Kriterien ihre Entscheidungen beeinflussen und weshalb sie sich für oder gegen ein Angebot entscheiden. Dieses Wissen sollte direkt in die Vertriebsstrategie einfließen.

Human Sales Intelligence: Welche Kompetenzen braucht der Vertrieb?

Nicht jede Vertriebsstrategie stellt dieselben Anforderungen an die Menschen, die sie umsetzen. Wer neue Kund:innen gewinnen soll, benötigt teilweise andere Stärken als jemand, der bestehende Kund:innen langfristig betreut oder strategische Beziehungen entwickelt.

Alfred Lackner, Geschäftsführer von Balanced Six, beschäftigt sich mit der Verbindung zwischen Unternehmensstrategie, persönlichen Kompetenzen und der Aufstellung von Vertriebsteams. Sein Ansatz der Human Sales Intelligence macht sichtbar, welche Fähigkeiten, Potenziale und Verhaltensweisen in einer Vertriebsmannschaft vorhanden sind.

Eine Person kann besonders stark in der Neukundenakquisition sein, während eine andere ihre Stärken in der Pflege langfristiger Kundenbeziehungen hat. Wieder andere eignen sich für den strategischen Ausbau. Entscheidend ist, diese Unterschiede zu erkennen und das Team so aufzustellen, dass die individuellen Kompetenzen zur jeweiligen Vertriebsaufgabe passen. Für Unternehmen bedeutet das nicht zwangsläufig, das gesamte Team neu aufzustellen. Zunächst gilt es, die vorhandenen Kompetenzen zu verstehen und mit den zukünftigen Anforderungen abzugleichen. Wo Lücken bestehen, können gezielte Personalentwicklung und strategische Neueinstellungen ansetzen. So lässt sich das Potenzial des bestehenden Teams nutzen, während gleichzeitig die Voraussetzungen für zukünftiges Wachstum geschaffen werden.

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Alfred Lackner, Balanced Six

Erfolgreiche Vertriebsorganisationen brauchen nicht einfach möglichst viele gute Verkäufer. Sie brauchen die richtige Kombination aus Kompetenzen, Motivation und persönlichen Stärken – abgestimmt auf die jeweilige Aufgabe und die Unternehmensstrategie.

Warum gute Verkäufer nicht automatisch die richtigen sind

Genau hier setzt unsere Expertise bei epunkt an. Als Recruiting-Unternehmen beschäftigen wir uns täglich mit der Frage, wie Unternehmen die passenden Talente für ihre Anforderungen finden. Gerade bei Vertriebspositionen reicht es nicht, sich allein auf bisherige Verkaufserfolge oder einen überzeugenden Auftritt im Bewerbungsgespräch zu verlassen.

Mario Koplmüller, Managing Director bei epunkt, zeigte im Webinar, worauf es bei der Auswahl von Vertriebsmitarbeitenden ankommt. Unternehmen sollten zunächst definieren, welche Ziele sie mit einer Besetzung verfolgen und welche Fähigkeiten dafür erforderlich sind. Dementsprechend sollte auch das Inserat gestaltet sein und nicht eine Aufzählung von Alltagsaktivitäten beinhalten. Es macht einen Unterschied, ob jemand bei einer bekannten Marke erfolgreich verkauft hat, ein Sales Development Representative (SDR) Team als Unterstützung hatte oder sich seine Pipeline für Neukundengewinnung selbst aufbauen musste. Die Anforderungen unterscheiden sich je nach Vertriebsmodell, Markt und Aufgabe. Besonders wichtig ist deshalb, die Arbeitsweise hinter den Erfolgen zu verstehen. Wie gewinnt eine Person neue Kund:innen? Wie baut sie eine Pipeline auf? Wie strukturiert und wiederholbar ist ihr Vorgehen? Und welche Zahlen belegen die Aussagen?

Eine Frage, die im Bewerbungsgespräch besonders aufschlussreich sein kann, lautet: „Wie und wann haben Sie zuletzt selbst eine Pipeline aufgebaut und warum waren Sie erfolgreich?“

Die Antwort sollte zeigen, wie die Person vorgegangen ist, welche Schritte sie gesetzt hat und wie sie beispielsweise mit Marketing oder anderen Teams zusammengearbeitet hat. So wird nachvollziehbar, ob hinter den Erfolgen ein strukturierter Prozess steckt oder ob diese vor allem durch günstige Rahmenbedingungen zustande gekommen sind. (Mehr Tipps finden Sie in der Aufzeichnung)

Ein weiterer wichtiger Punkt aus Koplmüllers Impuls: Unternehmen sollten bei der Auswahl keine Kompromisse eingehen, nur weil der Zeitdruck steigt. Wer aus einem nicht unpassenden Bewerberfeld die vermeintlich beste verfügbare Person einstellt, riskiert eine teure Fehlbesetzung.

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Mario Koplmüller, Managing Director epunkt

Vertrieb ist ein ständiger Lernprozess. Ich muss Feedback annehmen, mein Verhalten reflektieren und mich an die Märkte und die Kunden anpassen. Gleichzeitig braucht es Resilienz, um mit Rückschlägen umzugehen, und Prozessdenken, um den eigenen Pipeline-Aufbau strukturiert und nachvollziehbar zu gestalten.

Fordern Sie hier die Aufzeichnung des vollständigen Webinars an

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Bei epunkt unterstützen wir Unternehmen dabei, die richtigen Menschen für ihre Vertriebsziele zu finden.

Denn eine erfolgreiche Besetzung beginnt nicht mit der Frage, wer gerade verfügbar ist, sondern damit, welche Person das Unternehmen wirklich braucht. Sie möchten Ihr Vertriebsteam verstärken oder eine Sales-Position neu besetzen? Sprechen Sie mit uns darüber, welche Kompetenzen für Ihre Ziele entscheidend sind und wie Sie passende Talente finden.

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