Tamina Höfinger
Tamina Höfinger
 schrieb am 16. Februar 2022

SAP-Consultants: So viel verdienen sie in Österreich

SAP-Consultants sind die Top-Verdiener unter den IT-Expert:innen. Durchschnittlich liegt ihr Gehalt rund 20 % über den Gehältern vergleichbarer IT-Jobs. Du möchtest nähere Details wissen und dein Gehalt im österreichweiten Vergleich einordnen? Erfahre dazu mehr auf den nachfolgenden Seiten.

Junior Consultants, also jüngere SAP Berater:innen ohne Projekterfahrung, nehmen die unterste Stufe in der „Gehaltspyramide“ ein. Aber auch sie können es schon auf ein Jahresgehalt zwischen 40.000 und 60.000 Euro bringen – davon können Juniors in anderen Branchen nur träumen. Und das war erst der Anfang: Mit über fünf Jahren SAP-Projekterfahrung lässt sich bereits ein Jahresverdienst bis zu 80.000 Euro erzielen. SAP-Teamleiter:innen und Senior Consultants wiederum übersteigen teilweise die 100.000-Euro-Marke, mit Luft nach oben.

SAP Berater

Intern oder extern?

Das Gehalt ist grundsätzlich abhängig davon ob der SAP-Berater, die Beraterin im Unternehmen angestellt ist oder von einem externen SAP-Beratungshaus entsandt wurde. „Freie“ SAP-Berater:innen können bedeutend höhere Vergütungen erzielen, im Schnitt um die 110.000 Euro jährlich. Sie tragen aber auch ein gewisses Ausfallsrisiko - beispielsweise im Krankheitsfall - und müssen große Reisefreude mitbringen.

Wie viel verdienen SAP-Consultants? Der österreichweite Vergleich

Conrad Pramböck, Gehaltsexperte und Geschäftsführer von Upstyle Consulting, hat 2021 eine Gehaltsstudie mit 621 SAP-Consultants aus 55 Unternehmen durchgeführt. Auf die wichtigsten Ergebnisse werden wir nun in diesem Premium-Inhalt näher eingehen. Die gesamte Übersicht findest du am Ende des Dokuments im Anhang.

Diagramm1

Wo verdienen SAP-Consultants am meisten? Kurz gesagt: in den Ballungsräumen ist das Gehalt höher als in den ländlichen Gebieten -genau wie in vielen anderen Bereichen. Im österreichweiten Vergleich sind die SAP-Gehälter in Wien und Wien-Umgebung am höchsten, da hier die größte Dichte an Konzernen und Consultern herrscht. Aufgrund erheblichen Bewerber:innenmangels ist auch im Westen Österreichs das Gehaltsniveau überdurchschnittlich hoch. Die geringsten Gehälter werden im SAP-Bereich im Süden Österreichs, aber auch im Burgenland bezahlt.

Diagramm2

Von Junior-Positionen bis Abteilungsleiter:in – je nach Berufserfahrung kann auch innerhalb der jeweiligen Positionen das Gehalt um mehrere 10.000 Euro variieren. Als Junior mit bis zu 3 Jahren Berufserfahrung winken bereits Einstiegsgehälter im Bereich von 45.000bis 62.000 Euro inkl. Bonuszahlungen (eine detailliertere Aufschlüsselung des Gesamtgehalts findest du nachstehend). Im mittleren Bereich mit 3 bis 7 Jahren Berufserfahrung liegt das Gehalt durchschnittlich bei 66.500 und als Senior mit 7 bis 12 Jahren bei etwa 80.000 Euro brutto jährlich. Je mehr Berufserfahrung du hast und je höher du die Karriereleiter nach oben steigst, kannst du als Teamleiter:in mit einem durchschnittlichen Bruttojahresgehalt von 90.000 Euro rechnen. Spitzenverdiener sind eindeutig die SAP-Experts mit 100.000 Euro und Abteilungsleiter:innen mit bis zu knapp 150.000 Euro brutto pro Jahr. In großen Konzernen ist als Abteilungsleiter:in sogar ein Jahresgehalt bis zu 200.000 Euro möglich.

Diagramm3

Mit dem Grundgehalt steigen je nach Position und Berufserfahrung auch die Boni. Als Junior-Consultant ist mit einem Bonus im Bereich von 3.800 Euro zu rechnen. Abteilungsleiter:innen dagegen erhalten einen Bonus von durchschnittlich 21.000 Euro. Dies begründet sich dadurch, dass Abteilungs- und auch Teamleiter:innen eine höhere Verantwortung tragen, wodurch auch die Gehälter und Boni dementsprechend höher sind.

Lisa marie musyl 1

„Die Nachfrage an SAP-Fachkräften am Arbeitsmarkt ist - wie in allen IT-Bereichen – enorm. Bei SAP stellen wir sogar einen noch höheren Bedarf fest, weil in dem Bereich die leistbaren Ausbildungen unternehmensseitig oft nicht anerkannt werden. SAP-Spezialist:innen müssen daher ihr Wissen durch ‘learning on the job’ generieren”, erzählt Lisa-Marie Musyl, Recruiting Teamlead im Bereich ERP & Applications bei epunkt.

Ein Dilemma sei hier, dass Betriebe oft sehr viel Berufserfahrung voraussetzen und Juniors so neben Motivation auch Durchhaltvermögen und Biss brauchen, um in der Branche Fuß zu fassen. „Wir stellen immer wieder fest, dass sich die ausgeschriebenen Jobs inhaltlich kaum unterscheiden. Neben dem klassischen Wechselmotiv Gehalt legen Kandidat:innen immer mehr Wert auf das Arbeitsumfeld und möchten Bescheid wissen über die Unternehmenskultur und –vision. Zunehmend relevanter werden auch der Einsatz der neuesten Technologien, wie etwa SAP S/4HANA, Home-Office-Angebote und spannende strategische Projekte”, betont Musyl die Rolle des Recruitingunternehmens als Karrierebegleiter mit tiefem Einblick in die einzelnen Unternehmen.

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Spezialist:innen sind gefragt

Grundsätzlich gilt: Erfahrung ist ein gutes Asset, aber Erfahrung alleine ist zu wenig. Spezialist:innen haben in der SAP-Branche die Nase vor Generalist:innen. Als gewichtiger Trumpf bei Gehaltsverhandlungen hat sich eine Spezialisierung auf jene Themen erwiesen, wleche die SAP-Landschaft zurzeit besonders intensiv beschäftigen: Biber SAP BO (Business Objects), SAP HCM PY (Human Capital Management Payroll) und SAP PP-PI (Produktionsplanung Prozessindustrie) etwa und, in jüngster Vergangenheit, HANA oder EWM.

Der Einfluss der Branche

Große Unternehmen entlohnen grundsätzlich besser als kleine Unternehmen. Zudem hat die Branche auch Einfluss auf die Gehaltshöhe von SAP-Expert:innen. Branchen, die gute Geschäfte machen, bezahlen den SAP-Expert:innen dementsprechend mehr. Chemie und Pharma vergüten bekanntermaßen gut, genauso wie die Automobilindustrie und die Luxusgüterbranche. Allerdings sind diese Gehaltsausprägungen nicht in Stein gemeißelt, sie können durchaus mit den Entwicklungen auf den globalen Märkten mitschwingen.

Benefits im Aufwind

Aufgrund der relativ hohen Gehälter von SAP Berater:innen gewinnen in den letzten Jahren Benefits an Bedeutung: Fragen der Standortqualität und der Unternehmenskultur, des Arbeitsklimas und der Arbeitszeiten beispielsweise treten bei Bewerbungen immer mehr in den Vordergrund.

Vorteile für SAP-Consultants bei epunkt

SAP-Berater:innen haben die „die Qual der Wahl“ was die Jobsuche anbelangt. Irgendeine Stelle zu finden ist kein Problem. Das tatsächlich beste Angebot für die individuellen Skills und Ambitionen zu finden entpuppt sich schnell als lästiges und zeitaufwendiges Prozedere.

SAP Berater:innen, die an einen Jobwechsel denken, profitieren mehrfach bei epunkt:

  • Mehr Chancen: Ca. 70 % unserer Positionen werden mit Kandidat:innen besetzt, die ein Profil bei epunkt haben und von uns auf die Stelle aufmerksam gemacht wurden.
  • Weniger Aufwand: Nach wenigen Klicks können wir deine Daten direkt von Xing oder LinkedIn übernehmen. So kannst du dich schnell und ohne Anschreiben für mehrere Jobs bewerben.
  • Insiderwissen: Wir haben zahlreiche Positionen für SAP Berater:innen und helfen dir gerne, deine Wünsche zu verwirklichen. Du profitierst von unserem Einblick in den Jobmarkt und unserem Insiderwissen über deinen zukünftigen Arbeitgeber.

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