Marlene Gattringer
Marlene Gattringer
 schrieb am 3. November 2020

8 Tipps fürs Online-Studium – Lifehacks, Anbieter & mehr

Studieren, wann und wo du willst: variable Studiendauer, flexible Zeiteinteilung und nur wenige Präsenzvorlesungen. Online-Studiengänge schaffen es, Freizeit, Job und Uni unter einen Hut zu bringen und liegen – gerade jetzt – stark im Trend.

Zugegeben, auf den ersten Blick scheint es die perfekte Allround-Lösung für den Start ins Studium zu sein. Doch wie gut funktioniert das Fernstudium tatsächlich im Vergleich zum klassischen Präsenzstudium? Gibt es Nachteile?

Wir gehen der Sache auf den Grund. Und verraten dir die 8 besten Tipps zum online Studieren, plus Erfahrungen von epunkt-Mitarbeiter:innen.

Wähle den Studiengang nach Interesse

... und nicht danach, ob er online stattfindet. Nur bestimmte Studienrichtungen sind auch als Online-Variante absolvierbar. Dafür gibt es gute Gründe. Denn Studiengänge mit viel Praxisbezug eignen sich partout nicht für Video-Chats, Screen Sharing & Co.

Willkürlich ein Studium auszusuchen, weil es virtuell durchführbar ist, macht also keinen Sinn. Überlege dir gut, welche Fachbereiche dich interessieren und erkundige dich im nächsten Schritt, ob auch ein Fernstudium möglich ist.

Welche Online-Studiengänge gibt es? Das sind die Beliebtesten:

  • Wirtschaftswissenschaften
  • Technologiestudien
  • Managementstudien
  • Marketing
  • Digital Business
  • Gesundheitsmanagement
  • Pädagogik
  • Sozialwissenschaften

Noch mehr Studienrichtungen findest du auf studienwahl.at. Am besten wählst du den Filter „Fernstudium” aus und klickst dich durch die vorgeschlagenen Studiengänge.

Starte mit einem Plan

Online studium

Versuche einzuschätzen, wie viele Stunden pro Woche du für dein Studium aufwenden wirst. Plane dabei jene Zeit ein, die notwendig ist, um gut voranzukommen und lege fest, wann du den Abschluss in der Tasche haben möchtest.

Allerdings solltest du wissen, dass ein Online-Studium durchschnittlich mehr Zeit in Anspruch nimmt als ein Präsenzstudium.

Nicht aufgrund von fehlender Motivation oder Bequemlichkeit, sondern weil Fernstudien häufig als Teilzeitvariante absolviert werden. Unterm Strich kommst du mit einem geringeren Zeitaufwand pro Woche auch langsamer voran.

Wie viel Zeit brauche ich im Normalfall bis zum Studienabschluss? Je nach Studienrichtung und persönlicher Motivation ist das oft länger als ursprünglich vermutet.

*Durchschnittliche Studiendauer laut Statistik Austria im Jahr 2018/19.

BachelorMasterDiplomDoktorat
Regelstudienzeit6 - 8 Semester2 - 4 Semester8 – 12 Semester6 Semester
Tatsächliche Studiendauer*8 Semester6 Semester≈ 12 Semester≈ 9 Semester
RegelstudienzeitBachelor6 - 8 SemesterMaster2 - 4 SemesterDiplom8 – 12 SemesterDoktorat6 Semester
Tatsächliche Studiendauer*Bachelor8 SemesterMaster6 SemesterDiplom≈ 12 SemesterDoktorat≈ 9 Semester

Sei kritisch bei der Suche nach dem richtigen Studienanbieter

IUBH ist einer der bekanntesten Anbieter für Fernstudien. Wer sich näher mit dem Thema auseinandersetzt, wird feststellen, dass es noch unzählige weitere Anbieter:innen zu vergleichen gibt.

Hier einige Hochschulen, die Fernstudiengänge anbieten:

Und wo ist der Haken? Definitiv bei den Kosten. Denn die wenigsten Online-Studiengänge sind preiswert. Unterschiede gibt es aber auch hier: Staatlich anerkannte Hochschulen sind in der Regel wesentlich günstiger als private Anbieter:innen. Dazu ein Beispiel.

FH Technikum Wien = staatlichAKAD University = privat
Elektronik und Wirtschaft (B.Sc.)Informatik (B.Sc.)
458,56 € pro Semester332 € pro Monat
2.751,36 € -> bei 6 Semester11.952 € -> bei 6 Semester
FH Technikum Wien = staatlichElektronik und Wirtschaft (B.Sc.)AKAD University = privatInformatik (B.Sc.)
FH Technikum Wien = staatlich458,56 € pro SemesterAKAD University = privat332 € pro Monat
FH Technikum Wien = staatlich2.751,36 € -> bei 6 SemesterAKAD University = privat11.952 € -> bei 6 Semester

Denke an Alternativen im Online-Studium: Fernstudium, Dual oder Teilzeit?

Neben einem klassischen (direktem Studium) sind mittlerweile auch Kombinationen möglich. Sie unterscheiden sich jeweils in den Kosten, der Studiendauer und Präsenzzeit:

  • Vollzeit Fernstudium -> 100 % online, flexible Zeiteinteilung
  • Berufsbegleitendes Teilzeitstudium -> nach der Arbeit, tageweise oder am Wochenende geblockt
  • Duales Studium -> Mischform aus Präsenz- und Online-Studium
EP mediumres 08

Finde die richtige „Work-Study-Life Balance“

Das 5. Meeting ist geschafft, abends noch ins Fitnessstudio und anschließend steht eine 2-stündige Online-Session an. An terminreichen Tagen ist Zeitmanagement das absolut Wichtigste.

Tipp: Blocke dir Zeit, um dich ausschließlich auf dein Studium zu konzentrieren und vermeide umgekehrt zu viele Überstunden im Büro. Vor allem dann, wenn du regelmäßig im Home Office arbeitest, ist die Gefahr groß, Arbeit und Studium zu vermischen.

Würdest du dich (erneut) für ein Online-Studium entscheiden? 3 epunkt Mitarbeiter berichten:

Philipp Riegler, Recruiting Partner
Philipp Riegler, Recruiting Partner
Durch das Online-Studium hatte ich die Möglichkeit, meinen Tag etwas flexibler zu gestalten. Einerseits ersparte ich mir die Anreise an das Institut und andererseits war es mir möglich, Lerninhalte dann anzueignen, wenn es zeitlich am günstigsten war. Im Unterricht konnte ich mich daher sehr gut auf die Umsetzungen der Thematik konzentrieren, sofern dies in den Vorlesungen gegeben war. Ich würde mich jedoch nicht wieder für eine Online-Variante entscheiden, da mir persönlich die Interaktion mit dem Lektor als auch der Kohorte fehlt und man sich in einer Präsenzveranstaltung mehr Wissen aneignen kann.
Ingo Grasenick, Teamlead Recruiting
Ingo Grasenick, Teamlead Recruiting
Ich habe von der Online-Organisation meines Studiums vor allem hinsichtlich Flexibilität und Vereinbarkeit mit Beruf und Familie profitiert. Im Falle meiner Ausbildung (Software Design an der FH Joanneum, Kapfenberg) wurden zumindest vereinzelt Präsenzeinheiten abgehalten und es handelte sich bei den Online-Inhalten um „Live-Lehrveranstaltungen“, was Interaktion mit Lehrenden und Studienkolleg:innen ermöglichte. Generell habe ich den Eindruck, dass die Qualität bei Online-Studien stark divergiert und man sich daher genug Zeit nehmen sollte, um die richtige Ausbildung für sich zu finden.
Nikolaus Ortner, Recruiting Partner
Nikolaus Ortner, Recruiting Partner
Als berufsbegleitender Student bietet mir ein Online-Studium die Flexibilität, um alles zusammen (Arbeit, Studium, Privatleben) leichter unter einen Hut zu bekommen. Ich sehe Online-Studien bzw. Hybrid-Formen als absoluten Trend für berufsbegleitend Studierende – 100 % Präsenz und überfüllte Hörsäle sind nicht mehr State of the Art. Mittlerweile gibt es genügend Ideen, Plattformen und Tools, um einen ordentlichen Studienbetrieb gewährleisten und spannend durchführen zu können. Ob ein Online-Studium das richtige Format ist, liegt am Ende des Tages aber an der Fachrichtung und der Persönlichkeit.

Erkundige dich nach finanziellen Förderungen

Um deine Kosten im Studium zu minimieren, gibt es einige Möglichkeiten, die du in Betracht ziehen solltest. Einen zusätzlichen Nebenjob oder die Eltern nach Unterstützung fragen? Das steht außer Frage.

Stattdessen hast du diese 5 Möglichkeiten:

  • Selbsterhalterstipendium – nach 48 Monaten beruflicher Tätigkeit
  • Studienbeihilfe – abhängig von Einkommen, Familienstand und Familiengröße
  • Staatliche Förderung
  • Sozialfonds der Österreichischen Hochschülerschaft
  • Unterstützung vom Arbeitgeber

Prüfe, ob du auch wirklich für ein Fernstudium geeignet bist

Im Online-Studium benötigst du viel Disziplin, Durchhaltevermögen und die Fähigkeit, dich selbst zu motivieren.

Wenn du diese 5 Fragen eindeutig mit ja beantworten kannst, ist ein Fernstudium jedenfalls passend für dich:

  1. Klingt es spannend für dich, eine virtuelle Beziehung zu deinen Lektoren oder Kommilitonen aufzubauen?
  2. Kannst du dir vorstellen, Projektarbeiten in Gruppen über den Facebook Messenger, Slack, Google Hangouts und Co. abzuwickeln?
  3. Bietet dein Arbeitsplatz zuhause die notwendige Ruhe und Ausstattung, um an mehrstündigen Online-Sessions teilzunehmen?
  4. Online-Studiengänge werden häufig von berufsbegleitenden Studiengängen angeboten. Hast du auch abends nach einem langem Bürotag noch Zeit und Energie, um an Webinaren teilzunehmen?
  5. Videokonferenz-Systeme und deren Eigenheiten sind nicht neu für dich und du probierst gerne neue Tools aus?

Nimm dir regelmäßige Auszeiten – let´s take a break

Pausen sind kein Zeitvertreib, sondern sinnvoll, um das bisher Gelernte richtig zu verarbeiten. Achte darauf, Pausen zwischen deinen Lernphasen einzubauen und hab kein schlechtes Gewissen, wenn du einen Tag mal weniger produktiv bist – auch das kommt vor.

Astronaut Buero

Lifehacks für das Studium 4.0

  1. Meilensteine setzen & stets ein Ziel vor Augen haben.
  2. Multitasking durch Deep Work ersetzen: Fokussiere dich beim Lernen auf nur ein Thema.
  3. Digitalen Kalender nutzen, um Termine & Erinnerungen einzutragen.
  4. ABC Methode: Sortiere deine Aufgaben nach Prio A (hoch) Prio B (mittel) sowie Prio C (niedrig) und arbeite dich von den A- zu den C-Aufgaben durch.
  5. Ideales Umfeld schaffen: Laptop, Webcam, Headset und ein schnelles Internet sind Grundvoraussetzung für dein Online-Studium.
  6. Mitbewohner informieren, bevor eine Vorlesung startet: Der Online-Hörsaal sieht alles mit.
  7. Push-Benachrichtigungen via Facebook, WhatsApp und Co – vor allem beim Bild-Sharing – ausstellen.
  8. Mikrofon muten, um unnötige Hintergrundgeräusche zu vermeiden.

Was sind die Vor- und Nachteile eines Online-Studiums?

VorteileNachteile
+ Flexible Lern- und Studienzeiten- Hohe Studiengebühren
+ Ortsunabhängig (zuhause, im Büro und sogar unterwegs möglich)- Wenig Kontakt mit Studienkollegen (wenn, dann nur virtuell)
+ Zeitlich sehr flexibel- Keine Lerngruppen
+ Höheres Einkommen mit Teilzeitarbeit möglich- Kein persönlicher Austausch mit Lektoren bzw. Kommilitonen
+ Keine Fahrtkosten- Fehlende Motivation
+ Viel Eigenverantwortung- Keine Studentenpartys
+ Variable Studiendauer (je nach Motivation & Einteilung der Inhalte)- Beschränkte Studienauswahl (nicht alle Fachbereiche sind online möglich)
Vorteile+ Flexible Lern- und StudienzeitenNachteile- Hohe Studiengebühren
Vorteile+ Ortsunabhängig (zuhause, im Büro und sogar unterwegs möglich)Nachteile- Wenig Kontakt mit Studienkollegen (wenn, dann nur virtuell)
Vorteile+ Zeitlich sehr flexibelNachteile- Keine Lerngruppen
Vorteile+ Höheres Einkommen mit Teilzeitarbeit möglichNachteile- Kein persönlicher Austausch mit Lektoren bzw. Kommilitonen
Vorteile+ Keine FahrtkostenNachteile- Fehlende Motivation
Vorteile+ Viel EigenverantwortungNachteile- Keine Studentenpartys
Vorteile+ Variable Studiendauer (je nach Motivation & Einteilung der Inhalte)Nachteile- Beschränkte Studienauswahl (nicht alle Fachbereiche sind online möglich)

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Ganzheitliche Strategie, durch die Vielfalt am Arbeitsplatz wahrgenommen, wertgeschätzt, gefördert und für die Organisationsziele genutzt wird. Das umfasst Mitarbeiter:innen ebenso wie Kund:innen und Stakeholder der Organisation.

Datengesteuerter Recruiting-Ansatz, der Technologien und Daten verwendet, um einen großen Talentpool zu analysieren und Kandidat:innen mit den richtigen Fähigkeiten, Erfahrungen und Denkweisen zu identifizieren. Recruiter nehmen einen großen Talentpool, analysieren ihn mit einer Vielzahl von Technologien und grenzen ihn ein, bis nur noch die Besten übrigbleiben.

Kosten, die eine unbesetzte Stelle verursacht.

Instrument zum Aufbau von Beziehungen zu (potenziellen & ehemaligen) Bewerber:innen. Ziel ist die Begeisterung für die Arbeitgebermarke. CRM unterstützt die Recruitingmaßnahmen, spart Zeit und Kosten bei der Besetzung offener Stellen und stärkt das Employer Branding.

Messgröße zusätzlich zu persönlichem Feedback. Kandidat:innen werden nach dem Jobinterview und einer Absage gebeten, die Wahrscheinlichkeit anzugeben, das Unternehmen weiterzuempfehlen. Der CNPS kann sinnvoll sein, um einen ersten Eindruck zu bekommen – die Teilnehmeranzahl ist bei einem so einfachen und schnell durchführbaren Verfahren vergleichsweise hoch. Details zur Berechnung des CNPS.

Reise der Kandidat:innen im Laufe des Bewerbungsprozesses – von der Suche bis zum Onboarding.

Alle Interaktionen & die gesamte Kommunikation mit Kandidat:innen via Mail, Telefon oder Face-to-Face. Candidate Engagement misst, wie interessiert Bewerber:innen an einer Stelle und dem Unternehmen sind und wie gut sie sich im gesamten Recruiting- und Einstellungsprozess behandelt fühlen. LinkedIn zufolge ist in den letzten Jahren die Absprungrate im Bewerbungsprozess um 20 % gestiegen. Nützliche Strategien im Candidate Engagement: zeitnahes Feedback, relevanter Content, Newsletter, Videos, automatisierte E-Mails, z. B. als Reminder für Gesprächstermine, Umfragen.

Die (positive oder negative) Wahrnehmung und Erfahrung der Kandidat:innen im Bewerbungsprozess. Das beginnt beim Stelleinserat, ist besonders wichtig im Bewerbungsprozess (einfach und schnell!) und der regelmäßigen Kommunikation (Feedback, Updates) und geht bis zur Vertragsunterzeichnung (hier wird die Candidate Experience zur Employee Experience). Eine gelungene Candidate Experience reduziert die Time to Hire, kurbelt das Referral Marketing an, stärkt die Employer Brand.

Unternehmensstrategie, die Kandidat:innen und ihre individuellen Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellt. Das Ziel von candidate-centric Recruiting: langfristige Beziehungen mit Kandidat:innen. Dieser Trend ist relativ neu und unterscheidet sich von der klassischen Employer Centricity, die zum Ziel hat, offene Positionen zu besetzen. Tools für candidate-centric Recruiting-Strategien sind u. a. Personas, eine top Candidate Experience, gut gepflegte Talentpools, Candidate relationship management, Umfragen.

Spricht man von Active Sourcing, fallen oft die Begriffe „Boolean Strings“ & „X-Ray-Search“. Dabei handelt es sich um spezielle Methoden, die bei der Suche nach Kandidat:innen sogenannte Operatoren einsetzen. Mit Boolean Strings wird gezielt auf verschiedenen Plattformen gesucht. Vorteil: man erstellt EINEN Boolean String, der auf beliebig vielen Plattformen angewendet werden kann, z. B. auf LinkedIn, XING & Co. Boolean Strings und X-Ray-Search in der Praxis anwenden.

Absprungrate während des Bewerbungsprozess. Einflussnehmende Faktoren: ein mehrstufiges Bewerbungsformular, langsame Ladezeiten, ein nicht userfreundliches Design & Layout der Karriereseite. Google Analytics & ähnliche Webanalyse-Tools helfen dabei, herauszufinden, welche Inhalte und Seiten gut funktionieren und welche weniger. Wichtige Kennzahlen: Verweildauer, Absprungrate, Interaktionsrate, Bewerbungsrate, Bewerbungszeit.

Merriam-Webster definiert AI (Artificial Intelligence) als die Fähigkeit von Maschinen, intelligentes menschliches Verhalten zu imitieren. Möglichkeiten, ein Automation Tool im Recruiting zu nutzen: zum Screenen von Lebensläufen, für regelmäßige Updates via automatische E-Mails, zur Analyse von Interviews.

Proaktive Kandidat:innensuche und direkte, individuelle Ansprache. Für Recruiter bedeutet das, auf verschiedenen Kanälen und mithilfe verschiedener Tools und Methoden (z. B. der Boole’schen Suche) nach Fachkräften zu suchen, diese anzusprechen und sie für eine vakante Stelle zu gewinnen. Für mehr Details: In 4 Schritten zur Active Sourcing Strategie.