B2 C Astronaut Autor
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epunkt Astronaut schrieb am 18. April 2017

Richtig kündigen – so geht’s!

Unsere Großeltern hatten meist einen sehr kurzen Lebenslauf mit nur einer beruflichen Station – ein Jobwechsel schien in der damaligen Zeit völlig ausgeschlossen. Doch die Zeiten haben sich geändert, und den Job (auch mehrmals) zu wechseln, ist durchaus üblich geworden.

Niemand beendet jedoch leichtfertig sein Arbeitsverhältnis. Hat man diese Entscheidung erst einmal getroffen, steht noch ein entscheidender aber umso schwieriger Schritt aus – die Kündigung. Wie sag‘ ich‘s bloß meiner Führungskraft?

richtig kündigen

Bleiben Sie sich treu!

Man sieht sich immer zweimal im Leben – getreu diesem Motto sollten Sie die Kündigung in keinem Fall zu einer Abrechnung mit Ihrem Chef nutzen. Selbstverständlich stellt dieses Gespräch einen guten Zeitpunkt für ein ausführliches, offenes und ehrliches Feedback dar, sofern Ihr Vorgesetzter überhaupt dazu bereit ist. Zumindest die Personalabteilung sollte diese Bereitschaft zeigen … was aber leider noch immer keine Selbstverständlichkeit ist.

Bereiten Sie sich gewissenhaft auf die Kündigung vor

Betrachten Sie dieses Gespräch wie einen sonstigen beruflichen Termin – und bereiten Sie sich darauf entsprechend vor. So kann es auch gelingen, dass die Nervosität nicht ins Unermessliche wächst. Berücksichtigen Sie auch noch die folgenden 6 Tipps, kann nichts mehr schiefgehen!

  1. Vereinbaren Sie einen Termin mit Ihrer Führungskraft – aber warten Sie nicht auf den richtigen Moment – den gibt es nicht. In keinem Fall zwischen Tür und Angel kündigen!
  2. Bereiten Sie ein schriftliches Kündigungsschreiben vor, das sorgt für Klarheit (und Sicherheit).
  3. Überlegen Sie sich, wie Sie Ihre laufenden Projekte abschließen bzw. übergeben werden.
  4. Reden Sie nicht um den heißen Brei herum. Wenn die „frohe“ Botschaft „heraußen“ ist, lässt es sich gleich viel leichter darüber reden.
  5. Vermitteln Sie ihrem Chef das Gefühl, dass es nicht eine „Weg-Von“- sondern eine „Hin-Zu“-Entscheidung war.
  6. Bedanken Sie sich für die gebotenen Möglichkeiten, Lernerfahrungen und die persönliche Unterstützung durch Ihren Chef.

Die schöne Seite

Eine Kündigung befreit – und Sie werden überrascht sein, wie viel positives Feedback Sie von Ihren Kollegen danach erhalten werden. Schade eigentlich, denn das würden wir ja gerne auch öfter hören! Natürlich werden Sie auch einige komische Blicke ernten, denn „wie konnten Sie nur“ …

Sollte das Kündigungsgespräch trotz aller Vorbereitung nicht positiv verlaufen sein, hilft wohl nur die Gewissheit, dass es beim nächsten Mal in jedem Fall besser klappen wird.

Das Finanzielle nicht vergessen

Falls Sie noch keinen neuen Arbeitgeber gefunden haben, denken Sie daran, dass Sie für die Übergangszeit ausreichend finanzielle Reserven haben – nicht dass Sie bei folgenden Bewerbungsgesprächen unter unnötigem Druck geraten.

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