Tamina Höfinger
Tamina Höfinger
 schrieb am 13. April 2021

Gehaltsverhandlung – wie viel bist du wert?

Wenn sich das Bewerbungsgespräch in Richtung Einstiegsgehalt nähert, herrscht oft peinliche Stille. Vermittle eine klare Vorstellung davon, was du verdienen möchtest. Bedenke aber, dass dein Gehalt davon abhängt, was du dem Unternehmen bringst, und nicht davon, was du selbst brauchst.

Inhalt.

5 ultimative Expertentipps

  1. Soll ich mein bisheriges Gehalt nennen oder nicht? Wenn du bereits viel verdienst, kannst du es ruhig verraten. Dann weiß das Unternehmen, womit es bei deinem Gehaltswunsch zu rechnen hat. Wenn du es nicht preisgeben möchtest, kannst du auf die Frage nach deinem derzeitigen Gehalt auch auf deinen Gehaltswunsch in der neuen Position ausweichen.
  2. Wann ist im Bewerbungsprozess der richtige Zeitpunkt für die Gehaltsfrage? Üblicherweise wird nicht im Erstgespräch über das Gehalt gesprochen, sondern im zweiten. Hier können sämtliche Details wie die Gehaltsfrage, Benefits, Arbeitszeitmodell usw. abgeklärt werden.
  3. Eine gute Vorbereitung ist alles! Überlege dir für deinen Gehaltswunsch, welchen Mehrwert du dem Unternehmen bietest. Das Gehaltsthema ist ein Geben und Nehmen. Das Unternehmen investiert in dich, bringt dir Neues bei und steigert somit deinen Marktwert. Aus diesem Grund solltest du belegen können, warum du genau diese Zahl wert bist.
  4. Ehrlich währt am längsten! Am wichtigsten ist es, ehrlich, reflektiert und nicht dreist zu sein. Gerne kannst du auch ein wenig spitzbübisch darlegen, wie die Lage ist. Schließlich hat jeder von uns ein paar Rechnungen zu bezahlen. 😉
  5. Wie wäre es, den Spieß im Gespräch einmal umzudrehen? Zeige deinem zukünftigen Arbeitgeber, dass dir bewusst ist, dass du dem Unternehmen etwas kostest und verdeutliche aber, was du für das Unternehmen wert bist.

Die richtige Vorgehensweise: So verdienst du mehr!

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Recherche

Informiere dich vor deinem Gespräch über die üblichen Marktwerte. Diese Information sollte dich nicht daran hindern, etwas anderes zu fordern. Denn je nach deiner Ausbildung und bisherigen Berufserfahrung kann dein Marktwert auch darüber liegen. Versuche, dich als Investition und nicht als Kostenfaktor zu verkaufen.

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Gehaltsangabe im Stelleninserat

In Österreich ist es verpflichtend das Mindestgehalt laut Kollektivvertrag in Stelleninseraten anzuführen. Lasse dich davon aber nicht einschüchtern. In den meisten Fällen wird der angegebene Wert – je nach Qualifikation und Erfahrung – überboten.

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Eigene Gehaltsvorstellung

Vermittle eine klare Vorstellung über dein zukünftiges Gehalt und argumentiere, welchen Mehrwert du für deinen zukünftigen Arbeitgeber bietest. Ist dein Wunschgehalt nicht möglich, so frage konkret, wie du dich entwickeln müsstest, um dieses zu erreichen. Vereinbare einen Stufenplan, um sowohl deine Vorstellung als auch die deines Gesprächspartners zu verwirklichen.

Beachte

Für Berufseinsteiger ist es üblich, ein Standardgehalt zu bezahlen, denn anfangs kostest du dem Unternehmen mehr als es mit dir verdient. Wenn der Einstieg erst einmal geschafft ist, hast du Zeit, zu zeigen, was du kannst und kannst in einem nächsten Schritt das Gespräch mit deinem Vorgesetzten aufsuchen und noch einmal über das Thema Gehalt sprechen.

Wenn du bereits über entsprechende Berufserfahrung verfügst und dein Wunschgehalt sehr weit über dem angegebenen Gehalt liegt, solltest du bedenken, dass ein Unternehmen dir möglicherweise trotz entsprechender Ausbildung und Erfahrung nicht das bezahlen kann, was du gerne möchtest. Es kommt nämlich darauf an, was deine zukünftigen Teammitglieder verdienen. Sie arbeiten schon länger in dieser Position, daher wird dein Gehalt auch dem Teamgefüge angepasst.

Tipp: Recruitingunternehmen wie epunkt kennen den Markt und wissen, wie viel du wo verdienst. Wir führen eine jährliche Gehaltsstudie durch, bei der die Gehälter unserer vermittelten Kandidaten ausgewertet werden und können dich individuell beraten und dir unsere realistische Einschätzung mitteilen, wie viel du in dem jeweiligen Job verdienen kannst.

Gehalt: Das Gesamtpaket zählt

Nicht nur das Gehalt zählt, sondern auch die Zusatzleistungen. Beschränke dich bei deinen Verhandlungen nicht auf den Faktor Gehalt, denn es gibt viele Mitarbeitervorteile und Benefits, die für dich interessant sein können:

  • Arbeitszeitmodell: 40 oder 38,5 Wochenstunden, Überstundenpauschale, festgelegte Arbeitszeiten, … All dies spielt eine wesentliche Rolle.
  • Kantine: Durch eine vom Unternehmen subventionierte Betriebsküche kannst du viel Geld sparen.
  • Pension: Gerade beim Berufseinstieg ist die Pension noch weit entfernt. Viele Firmen zahlen aber für ihre Mitarbeiter in Privatpensionsfonds ein. Auch dies ist ein interessanter Benefit, zumal du diesen Anspruch normalerweise auch behältst, wenn du die Firma verlässt.
  • Zuschuss zu Öffis, Fitness oder sonstigen privaten Aktivitäten.
  • Firmenwagen: Für gewisse Tätigkeiten (z. B. Vertrieb) und ab einem gewissen Karrierestatus kannst du nach einem, auch für den privaten Gebrauch zur Verfügung stehenden, Firmenwagen fragen.
  • Aktienoptionen: Beteiligung am Unternehmen.
  • Weiterbildungen: Oft bekommst du von Unternehmen die Möglichkeit, nicht nur interne Schulungen, sondern auch externe Kurse zu besuchen, deren Kosten dein potenzieller Arbeitgeber übernimmt. Dies bringt dir nicht nur zusätzliches Wissen für deine momentane Position, sondern auch Erfahrung und Kenntnisse für deine laufende Karriere.
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Gehaltssprung im neuen Job – wie viel ist möglich?

Natürlich ist es möglich, im neuen Job mehr zu verdienen, allerdings sollte sich dein gewünschter Gehaltssprung in Grenzen halten. Laut unseren Experten ist eine Erhöhung zwischen 3 und 20 % des Bruttogehalts möglich. Wenn du eine Führungsposition annimmst, kann der Gehaltssprung auch größer sein. Das Gehalt geht immer mit Verantwortung einher. Mehr Verantwortung bedeutet somit auch mehr Gehalt.

„Was denken Sie, wie viel Sie für diese Position wert sind?“ – Äääähm…

Wichtig ist jetzt – Ruhe bewahren! Du kennst unsere Tipps, hast dich auf diese Frage gut vorbereitet und kannst dich problemlos auf die Verhandlung einlassen. Entweder nennst du dein konkretes Wunschgehalt oder du gibst eine Range an (sei dir aber klar darüber, dass sich dein Verhandlungspartner auf das untere Ende deiner Range konzentrieren wird). Gerne kannst du auch erwähnen, dass das Gehalt nicht das Wichtigste ist. Der Job muss natürlich Spaß machen, aber nichtsdestotrotz möchtest du fair entlohnt werden. Vergiss die Möglichkeit eines Stufenplans nicht, wenn du dich mit deiner Führungskraft nicht auf dein Wunschgehalt einigen kannst. So klappt es bestimmt.

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Zu niedriges Gehalt – wie komme ich da wieder raus?

Bei der Gehaltsverhandlung lässt sich nichts mehr machen und du bist noch ein großes Stück von deinem Wunschgehalt entfernt? Keine Panik! Sprich die Möglichkeit eines Stufenplans an. Gemeinsam mit deiner Führungskraft kannst du festlegen, welche Dimensionen du in welchem Zeitraum erreichen musst, um dann mehr auf dem Gehaltszettel stehen zu haben.

Gehaltsverhandlung: Wie viel Netto vom Brutto?

Brutto oder Netto? Das ist hier die Frage – und macht einen erheblichen Unterschied. In Gehaltsverhandlungen spricht man üblicherweise von Brutto-Jahresgehalt. Dazu gehören auch finanzielle Zusatzleistungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Nach Abzug aller Steuern und Versicherungen bleibt vom Brutto-Lohn der Netto-Lohn. Wie hoch der Nettolohn ist, kannst du in unserem Brutto Netto Rechner ermitteln:

Brutto Netto Rechner Österreich

Brutto Netto Rechner Deutschland

Brutto Netto Rechner Schweiz

Vorteile bei der Gehaltsverhandlung mit einem Recruitingunternehmen wie epunkt

Realistische Gehaltseinschätzung
Realistische Gehaltseinschätzung
Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung und Marktkenntnis erfährst du von uns, wie viel für die jeweilige Position angemessen ist.
Wir greifen ein,
Wir greifen ein,
wenn wir das Gefühl haben, dass ein Unternehmen einem Kandidaten deutlich zu wenig bezahlt.
Vergleichskandidaten
Vergleichskandidaten
Da wir jährlich eine Gehaltsstudie mit unseren vermittelten Kandidaten durchführen, wissen wir, wie viel Kandidaten mit einer ähnlichen Ausbildung und Berufserfahrung verdienen.

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