B2 C Astronaut Autor
B2 C Astronaut Autor
epunkt Astronaut schrieb am 13. Januar 2020

Gehaltsverhandlung – wie viel bist du wert?

Wenn sich das Bewerbungsgespräch in Richtung Einstiegsgehalt nähert, herrscht oft peinliche Stille. Nervosität ist jetzt fehl am Platz. Vermittele eine klare Vorstellung was du verdienen möchtest. Deine Gehaltsvorstellung soll nicht zu niedrig, aber auch nicht unverschämt hoch sein. Wie viel bist du wert?

Die richtige Vorgehensweise: So verdienst du mehr!

Informiere dich vor deinem Gespräch ausreichend über die üblichen Marktwerte. Diese Information sollte dich aber nicht daran hindern, etwas anderes zu fordern. Ein Unternehmen ist nie darauf fixiert, den "Branchenschnitt" zu bezahlen, es hat vielmehr das Ziel, mit dir etwas zu verdienen. Versuche also, dich als Investition und nicht als Kostenfaktor zu verkaufen.

Tipp – Gehaltsangabe im Stelleninserat: In Österreich ist es verpflichtend das Mindestgehalt laut Kollektivvertrag in Stelleninseraten anzuführen. Lasse dich davon aber nicht einschüchtern. In den meisten Fällen wird der angegebene Wert – je nach Qualifikation und Erfahrung – überboten.

Vermittle eine klare Vorstellung über dein zukünftiges Gehalt und argumentiere damitdamit, welchen Mehrwert du für deinen zukünftigen Arbeitgeber darstellen kannst. Ist das nicht möglich, so frage konkret, wie du dich entwickeln müsst, um diesen Wert für das Unternehmen (und damit deine Gehaltsvorstellungen) zu erreichen. Vereinbare dann einen Plan, um sowohl deine Vorstellungen, als auch die deines Gesprächspartners zu verwirklichen.

Gehalt: Das Gesamtpaket zählt

Beschränke dich bei deinen Verhandlungen nicht nur auf den Faktor Gehalt, es gibt viele zusätzliche Leistungen und Benefits, die für dich interessant sein können:

  • Kantine: Durch eine vom Unternehmen subventionierte Betriebsküche kannst du viel Geld sparen.
  • Pension: Gerade zum Berufseinstieg ist die Pension noch weit entfernt. Viele Firmen zahlen aber für ihre Mitarbeiter in Privatpensionsfonds ein. Auch dies ist ein interessanter Benefit, zumal dudiesen Anspruch normalerweise auch behältst, wenn du die Firma verlässt.
  • Steuerfreie Bezuschussung von Fitness, Sport oder sonstigen privaten Aktivitäten.
  • Firmenwagen: Für gewisse Tätigkeiten (z.B. Vertrieb) und ab einem gewissen Karrierestatus kannst du nach einem, auch für den privaten Gebrauch zur Verfügung stehenden, Firmenwagen fragen.
  • Aktienoptionen: Beteiligung am Unternehmen.

Sei ruhig hartnäckig. Bedenke aber, dass dein Gehalt davon abhängt, was du dem Unternehmen bringst, und nicht davon, was du selbst brauchst.

Gehaltsverhandlung

Gehaltsverhandlung: Wie viel Netto vom Brutto?

Brutto oder Netto? Das ist hier die Frage – und macht einen erheblichen Unterschied. In Gehaltsverhandlungen spricht man üblicherweise von Brutto-Jahresgehalt. Dazu gehören auch finanzielle Zusatzleistungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Nach Abzug aller Steuern und Versicherungen bleibt vom Brutto-Lohn der Netto-Lohn. Wie hoch der Nettolohn ist, kannst du in unserem Burtto Netto Rechner ermitteln:

Bildnachweis: bigstockphoto.de

Ähnliche Beiträge