Andy Andrews
Andy Andrews
 schrieb am 8. August 2019

5 Strategien für eine gesunde Gruppendynamik mit Kollegen

Sie haben die klügsten Köpfe in der Abteilung zusammengebracht, um ein Problem zu lösen. Sie erhoffen gute Ergebnisse von Ihren Stars. Dennoch hackt es irgendwo im Team. Der Frust steigt. Warum liefert das Team keine Ergebnisse?

Sie lauschen bei einem Meeting mit und die Probleme werden klarer. Ein Kollege kritisiert ständig die Ideen von den anderen. Ein anderer sitzt schweigend da. Wenn man nach seiner Meinung fragt, stimmt er einfach einem anderen Kollegen zu. Einer reißt Scherze gerade in dem Moment, als die Gruppe endlich ernsthaft etwas diskutiert. Soweit so klar: Hier läuft etwas mit der Gruppendynamik schief.

Gruppendynamik

Was ist eigentlich die Gruppendynamik?

Kurt Lewin gilt als einer von den wichtigsten Entwicklern der Theorie der Gruppendynamik in den 1930er und 1940er Jahren. Nach dieser Theorie weisen Menschen verschiedene Handlungsmuster in Gruppen auf, sie nehmen diverse Rollen ein und beeinflussen damit die Gruppe als Ganzes.

Eine gut funktionierende Gruppendynamik erkennt man leicht. Die Teammitglieder vertrauen einander, unterstützen sich gegenseitig und sehen zu, dass jeder seinen Beitrag leistet. Eine gesunde Gruppendynamik fördert Produktivität, eine schlechte beeinträchtigt die Arbeit ziemlich stark.

Welche Faktoren verursachen eine schlechte Gruppendynamik?

Sowohl Teamleiter als auch Teammitglieder können zu einer ungünstigen Dynamik etwas beisteuern. Häufig treten diese Probleme auf:

  • Groupthink, laut Irving Janis, ein „Denkmodus, den Personen verwenden, wenn das Streben nach Einmütigkeit in einer kohäsiven Gruppe derart dominant wird, dass es dahin tendiert, die realistische Abschätzung von Handlungsalternativen außer Kraft zu setzen“
  • Schwache Führung, die in Orientierungslosigkeit oder Fokussierung auf die falschen Prioritäten münden kann
  • Ablenkendes oder blockierendes Benehmen, das Teammeetings dominiert und einen Austausch verhindert
  • Unterwürfigkeit: Sämtliche Teammitglieder geben den Anschein, sie seien einer Meinung mit der Teamleitung, statt ihre eigenen Ideen preiszugeben.
  • Trittbrettfahrer, die keinen eigenen Beitrag zur Gruppe leisten und einfach mitschwimmen. Kurioserweise arbeitet manch ein Trittbrettfahrer ganz fleißig, wenn er alleine ist.

Sollten Sie eine ungesunde Gruppendynamik feststellen, haben Sie eine Vielzahl an Optionen, eine Verbesserung in Angriff zu nehmen.

Sie lauschen bei einem Meeting mit und die Probleme werden klarer. Ein Kollege kritisiert ständig die Ideen von den anderen. Ein anderer sitzt schweigend da. Wenn man nach seiner Meinung fragt, stimmt er einfach einem anderen Kollegen zu. Einer reißt Scherze gerade in dem Moment, als die Gruppe endlich ernsthaft etwas diskutiert. Soweit so klar: Hier läuft etwas mit der Gruppendynamik schief.

Strategien, um die Teamdynamik zu optimieren

1. Rollen und Verantwortlichkeiten definieren

Jedes Mitglied der Gruppe soll genau wissen, wofür es zuständig ist. Diese Rollenverteilung soll man schriftlich festhalten und jedem Teammitglied zur Verfügung stellen.

2. Kommunikation bewusst fördern

Für die Gruppendynamik ist es kritisch, dass alle den gleichen Informationsstand haben. Mit einem Tool wie Asana oder Basecamp kann man sicherstellen, dass alle dieselbe Information bekommen. Wenn manche Teammitglieder sich in der Gruppe eher verhalten äußern, helfen Methoden wie die „Crawford Slip Methode“ dabei, Ideen von allen einzuholen.

3. Das Phasenmodell von Teambildung berücksichtigen

Laut Psychologe Bruce Tuckmann laufen die meisten Teams fünf Phasen durch. Wenn man weiß, in welcher Phase sich ein Team befindet, fällt es einem leichter, die richtigen Maßnahmen zur Erhöhung der Effektivität zu ergreifen.

4. Offenheit üben

Bei der Neubildung eines Teams oder bei Neuzugängen ist es wichtig, dass sich jeder willkommen in der Gruppe fühlt. Dazu ist Offenheit notwendig. Mithilfe des Johari-Fensters wird vor allem der sogenannte „blinde Fleck“ im Selbstbild eines Menschen illustriert. Auf dieser Weise wird jeder auf Unterschiede in der Selbst- und Fremdwahrnehmung aufmerksam, was die Offenheit und Klarheit in der Kommunikation verbessert.

Kurze Erklärung des Johari-Fensters

5. Wachsam bleiben

Die Stimmung in einer Gruppe kann jederzeit kippen. Es gibt dennoch Warnzeichen, worauf man unbedingt achten soll. Solche sind häufig einstimmige Entscheidungen. Sie gelten als mögliches Anzeichen von Groupthink, Mobbing oder Trittbrettfahrer. Sobald Warnzeichen zum Vorschein kommen, gilt es, schnell zu handeln. Die oben beschriebenen Methoden, wie das Fünf-Phasen-Modell oder das Johari-Fenster, können Ihnen dabei helfen.

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