Eva Helfrich
Eva Helfrich
 schrieb am 10. August 2020

Mitarbeiter während der Corona-Krise einstellen: 2, 1, Risiko?

Es klingt paradox: Die Corona-Krise ließ die Arbeitslosenquote auf den höchsten Stand seit dem 2. Weltkrieg klettern – trotzdem sind viele Unternehmen derzeit händeringend auf der Suche nach Fachkräften, die in Schlüsselpositionen dazu beitragen, die Betriebe aus der Talsohle heraus zu navigieren. Unternehmen werden in Zukunft gutes Personal brauchen, um die Folgen der Corona-Krise zu überwinden. In diesen Zeiten auf Mitarbeitersuche zu gehen, ist eine Investition in die Zukunft. Warum es gerade jetzt Sinn macht, in die besten Talente zu investieren, erfahren Sie hier - inklusive 7 Tipps von Recruiting-Experten.

Recruiting mit epunkt
2019 epunkt Stockfotos Linz 154

Warum gerade jetzt neue Mitarbeiter rekrutieren?

  • Das Leben geht weiter. Auch wenn das Coronavirus 2020 das Wirtschaftswachstum ausgebremst hat, wird für 2021 ein Wiederaufschwung prognostiziert. Aus diesem Grund ist es clever, jetzt Talente an Bord zu holen – diese werden ein spürbarer Wettbewerbsvorteil sein, wenn die Wirtschaft wieder durchstartet und können – abhängig von der jeweiligen Position – Wachstumskräfte im Unternehmen freisetzen.
  • Aktuell hat so manch größeres Unternehmen einen Hiring Stop. Das bringt Arbeitgebern, die in dieser Phase den Mut haben, neue Talente aufzunehmen und einen professionellen Remote Hiring-Prozess gewährleisten können, einen erheblichen Vorteil: sie können sich auch als Unternehmen, das noch keine starke Arbeitgebermarke und Employer Branding-Strategie aufgebaut hat, im War for Talents hervortun und Top-Talente für das eigene Unternehmen begeistern. In „normalen Zeiten“ holen große, bekannte Unternehmen diese Kandidaten für gewöhnlich sofort vom Markt.
  • Krisen bringen Menschen zum Nachdenken. Arbeitnehmer wünschen sich besonders jetzt Stabilität. Viele sind enttäuscht von ihrem Arbeitgeber, hätten sich während des Lockdowns mehr Transparenz und Flexibilität gewünscht. Sie hinterfragen, ob sie in ihrem Job wirklich glücklich sind und ob sie in ihrer Tätigkeit Sinn finden. Das ist eine Chance, als Arbeitgeber zu punkten.

Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt, um Ihren Talent Pool aufzufüllen, weil es mehr Kandidaten gibt, die man in naher Zukunft brauchen wird. Corona hat die Digitalisierung beschleunigt und weiter vorangetrieben. Auch wir bei epunkt haben in den letzten Monaten festgestellt, dass besonders IT-Fachkräfte mehr denn je gebraucht werden. Auch nach Finanz-Fachkräften, Vertriebsmitarbeitern und technischen Ingenieuren besteht eine hohe Nachfrage.

Unterstützung trotz Krisen-Budget: Welchen Vorteil hat die Mitarbeitersuche mit einem Recruitingunternehmen?

In diesen wirtschaftlich herausfordernden Zeiten müssen sich viele Unternehmen auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. Gibt es eine interne HR-Abteilung, sind die Kollegen dort mit vielen zusätzlichen Aufgaben beschäftigt – z. B. mit der Kurzarbeitsabwicklung, der Organisation flexibler Arbeitszeitmodelle und (hoffentlich) mit der Sicherstellung der Zufriedenheit der Mitarbeiter.

Das externe Recruiting an einen Spezialisten abzugeben ist zudem eine große Entlastung, was interne Ressourcen angeht und erschließt vor allem neue Zugänge zu Kandidaten-Netzwerken und jahrzehntelanger Expertise. Recruiter sind permanent im Austausch mit interessanten Kandidaten, wissen um ihre Wünsche und Vorstellungen. Bei epunkt gibt es eine eigene Active Sourcing-Abteilung, die latent suchende Kandidaten in CV-Datenbanken oder via Social Media anspricht, um mit ihnen Karrieregespräche zu führen und herauszufinden, was sie individuell motiviert und begeistert. Dafür ist in den wenigsten Inhouse HR-Abteilungen Zeit. Recruitingunternehmen sind zudem die verlängerte Marketing-Abteilung von Unternehmen, die selbst über kein großes Marketing-Budget verfügen.

Gute Mitarbeiter einzustellen rechnet sich langfristig immer und macht in vielen Branchen den Unterschied aus, ob man erfolgreich ist, Markt- oder Innovationsführer wird.

Wenn man als Unternehmen jetzt mutig ist und Mitarbeiter in einem professionellen Remote Hiring-Prozess einstellt, kann man sich auch als Arbeitgeber hervortun, der kein starkes und bekanntes Employer Branding hat und damit Top Talente für sich begeistern.

Heike Haring-Latzke, Senior Sales Consultant bei epunkt

Tipps für Unternehmen, die jetzt die besten Mitarbeiter ins Team holen wollen

  • Das Allerwichtigste: Karriere- und Arbeitgeberseiten regelmäßig pflegen und den Personalbedarf gut sichtbar kommunizieren. Viele potenzielle Kandidaten vermuten derzeit, sie bräuchten sich gar nicht erst zu bewerben, da die Unternehmen Besseres zu tun hätten, als zu rekrutieren. Dass das nicht für alle Branchen und Unternehmen gilt, ist oft nicht bewusst.
  • Attraktive, zukunftsorientierte Arbeitgeber vermitteln Sicherheit. Das beinhaltet auch einen schnellen, unkomplizierten und wertschätzenden Recruitingprozess.
  • Mit Kandidaten wird offen und ehrlich kommuniziert.
  • Der USP des Unternehmens wird klar präsentiert. Senior Sales Consultant Heike Haring-Latzke schildert dazu: „Gerade meine Kunden im IT-Sektor leisten aktuell in vielen Bereichen einen wahnsinnig wertvollen gesellschaftlichen Beitrag – in der Software-Entwicklung für sicherheitskritische Unternehmen, in der App-Entwicklung, um Menschen den neuen Alltag zu erleichtern und damit andere Unternehmen eine intakte IT-Infrastruktur haben. Da möchte man als Kandidat gerne ein Teil davon sein.“
  • Es braucht attraktivere Arbeitszeitmodelle: Mitarbeiter mit Kindern werden im Herbst öfter vor der Situation stehen, dass die Kinder im Home Schooling sind. Das heißt, Eltern benötigen dann weiterhin flexible Home-Office-Möglichkeiten. „Außerdem hören wir oft, dass viele Mitarbeiter im Home-Office sogar produktiver und fokussierter sind als im Großraumbüro“, so Haring-Latzke.
  • Der Headcount fehlt? Arbeitskräfteüberlassung und Freelancer sind sinnvolle Möglichkeiten, in Zeiten der Planungsunsicherheit Spezialisten zu gewinnen. Im Fall der Arbeitskräfteüberlassung sind die Mitarbeiter bei epunkt angestellt, erhalten ihren Lohn von epunkt und Unternehmen bezahlen die Leistungsstunden. Freelancer arbeiten als Selbstständige gerne ungebunden und freuen sich über herausfordernde Projekte.
  • Employer Branding ist immer wichtig. Und noch wichtiger ist es, dass es authentisch ist. Man braucht nicht lange zu googeln, um Umfrageergebnisse von kununu, Xing und Co. zu finden, die belegen, wie weit Wunsch und Wirklichkeit manchmal auseinanderklaffen. Wie ein Unternehmen während einer Krise mit seinen Mitarbeitern umgeht, sagt alles über die Unternehmenskultur aus – und sichtbar sind diese Bewertungen online auf ewig.
Heike Haring-Latzke - Senior Sales Consultant epunkt

Ein wichtiger Tipp von Heike Haring-Latzke an Unternehmen, die aktuell keine Mitarbeiter einstellen können oder wollen: „Trotzdem jetzt Suchaufträge vergeben und Interviews mit interessanten Kandidaten führen, sie für das Unternehmen begeistern und binden. Man kann zum Beispiel einen Starttermin für den 1.1.2021 vereinbaren. Das beruhigt auch manche Kandidaten, die sich jetzt nicht trauen, zu kündigen, aber eigentlich gerne wechseln möchten. Oder sich sogar über eine Auszeit freuen würden. Gleichzeitig hat das Unternehmen dann 2021 den Wettbewerbsvorteil am Markt. Dieses ‚Keep in touch‘ mit zukünftigen Mitarbeiten bis zum tatsächlichen Arbeitsbeginn können wir bei epunkt organisieren und monitoren.“

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