Andy Andrews
Andy Andrews
 schrieb am 27. März 2019

Active Sourcing: Der direkte Weg zum besten Kandidaten

Active Sourcing meint die aktive Suche nach Kandidaten. Statt Jobinserate zu veröffentlichen und auf den Rücklauf zu warten, spricht man geeignete Kandidaten gezielt und direkt an. Welche Vorteile hat diese Methode und wie betreibt man Active Sourcing erfolgreich?

Active Sourcing

War for Talent: Wann ist Active Sourcing sinnvoll?

Gute Kandidaten werden mit Nachrichten auf Social Media Plattformen regelrecht überflutet. Kein Wunder, dass sie diese oft als Spam bewerten und ungelesen löschen. Es geht aber auch anders. Natürlich ist es aufwendiger, sich aktiv auf die Suche zu begeben, als ein Jobinserat zu posten und auf Kandidaten zu warten. Active Sourcing bedeutet eine intensive Auseinandersetzung mit der eigenen Zielgruppe. Zum einen sind Spezialisten vor allem in Bereichen wie MINT, Finance und Sales gefragter denn je. Zum anderen haben Portale wie LinkedIn und Xing den Zugang zum Kandidatenmarkt gewissermaßen demokratisiert.

Die Vorteile der aktiven Suche:

  • Dem Bottleneck des Fachkräftemangels wird aktiv entgegengewirkt.
  • Auch latent unzufriedene Kandidaten werden angesprochen, noch bevor sie sich aktiv auf Jobsuche machen.
  • Diskretion im Recruiting Prozess wird hier vorgelebt.
  • Es werden gezielt nur geeignete Kandidaten angesprochen.

epunkt als Vorreiter in Sachen Active Sourcing

Bei epunkt ist Active Sourcing keine Tätigkeit, die nebenbei läuft. Spätestens seit der Gründung der Sourcing Abteilung im März 2017 ist klar, dass hier eine Strategie dahinter liegt. Und auch ein kleines Erfolgsgeheimnis: Mehr als 25 Prozent aller Positionen werden mit Kandidaten besetzt, die auf die jeweilige Stelle aufmerksam gemacht wurden.

Meist wird dabei völlig positionsunabhängig gearbeitet. Nach einer klaren Definition interessanter Kandidatenprofile durchkämmt ein Team von 20 Sourcing Partnern Kanäle wie LinkedIn, XING, karriere.at, Facebook oder auch Stackoverflow, um vielversprechende Profile zu entdecken und mit einer herzlichen sowie individuellen Ansprache zu kontaktieren.

Bei Interesse werden die Kandidaten mittels Telefoninterviews nach ihren Karrierezielen und ihrer Verfügbarkeit befragt. Gibt es ein passendes Jobangebot, meldet sich ein epunkt Recruiting Partner.

In 4 Schritten zur Active Sourcing Strategie

Möchten Sie sich selbst in der aktiven Kandidatenansprache versuchen? – Dann haben die Experten bei epunkt einige Tipps: Das Wichtigste ist ein Fingerspitzgefühl für die Wünsche und Bedürfnisse der Kandidaten. Viele Kandidaten bekommen täglich Nachrichten. Manche empfinden es sogar als beleidigend, Jobangebote zu erhalten, die unter ihren Qualifikationen bzw. aktuellem Gehalt sind. Die oberste Regel lautet daher: Qualität vor Quantität! 4 Schritte für Erfolg mit Sourcing:

  1. Identifizieren: Finden Sie spannende Kandidaten auf verschiedensten Plattformen. Xing, LinkedIn oder Experteer sind zwar die Größten, soziale Medien gibt es aber in fast jedem Fachbereich.
  2. Recherchieren: Finden Sie Backgroundinfos zu fachlichen beziehungsweise persönlichen Interessen und potenziellen Wechselmotiven. Ist die Position überhaupt interessant für den Kandidaten? Plattformen wie Xing, LinkedIn, Twitter, Facebook, About.me, Github, Stackoverflow oder Instagram sind gut geeignet.
  3. Individuell ansprechen: Rufen Sie den potenziellen Kandidaten an oder schreiben Sie eine personalisierte E-Mail. Massenmails sind tabu!
  4. Sich präsentieren (als Recruiter oder Unternehmen): Durch einen repräsentativen Auftritt in den wichtigen Kanälen und einer raschen Antwortrate gewinnen Kandidaten Vertrauen in Ihre Kompetenz. Sie nehmen Ihr Unternehmen als professionell wahr. Employer Branding über diverse Kanäle (Xing, LinkedIn, Facebook, Twitter, Instagram etc.) zeigt hier seinen Nutzen.

Plumpe Massenmails waren gestern

Diese vier Schritte erfordern wesentlich mehr Zeit als plumpe Massenmails. Zeit, die gut investiert ist. Nicht nur für Recherche und Kommunikation, sondern auch für die Pflege von eigenen Profilen und Inhalten. Ohne klares Ziel ist Active Sourcing oft vergebene Liebesmühe und ein Zeitfresser. Recruiter sollten über die Nutzungsweisen der Plattformen ihrer jeweiligen Zielgruppe Bescheid wissen und auch den nötigen Respekt für Privatsphäre aufweisen, um nachhaltig seriös zu wirken.

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