B2 C Astronaut Autor
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epunkt Astronaut schrieb am 9. Juli 2018

SMART Ziele erreichen – in Projekten und in der Karriere

Wir alle verfolgen Ziele, tagtäglich – den erfolgreichen Abschluss des aktuellen Projektes beispielsweise oder die Aussicht auf einen Traumjob. Die Kunst besteht darin, diese Ziele zu erreichen. Denn selbst – und gerade – wenn wir Ziele nur „halbherzig“ verfolgen, kostet uns das viel Energie, die wir eigentlich für das Erreichen unseres Ziels aufwenden könnten.

„Nachdem wir das Ziel endgültig aus den Augen verloren hatten, verdoppelten wir unsere Anstrengungen.“
(Mark Twain)

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SMART Ziele
©www.pixabay.com

Der SMARTe Weg zum Ziel

Oft reicht schon ein Zwischenmeeting oder eine Job-Absage, um das eigentliche Ziel aus den Augen zu verlieren. Damit die Resultate am Ende noch mit dem Ziel am Anfang übereinstimmen hilft eine einfache Formel: Das SMART-Prinzip. SMART steht in diesem Fall nicht allein für „clever“ sondern als Akronym für fünf Parameter, die den Weg zum Ziel leiten:

Spezifisch
Messbar
Aktionsorientiert/Attraktiv
Realistisch
Terminiert

Welches Ziel möchte ich erreichen?

Im ersten Schritt geht es darum, das Ziel spezifisch zu definieren. Vage Formulierungen und unklare Vorstellungen sind hier natürliche Feinde. Je konkreter und präziser ein Ziel und seine Etappenziele definiert sind, desto eher lassen sich Missverständnisse vermeiden. Trotzdem gilt: Weniger ist mehr.

Die Antwort auf diese Frage ist nicht konkreter, je ausschweifender die Erklärungen sind. Im Idealfall lässt sich die Frage in einem prägnanten Satz beantworten, der alle wichtigen Aspekte auf den Punkt bringt. Dann wird aus der Suche nach dem neuen Job zum Beispiel Folgendes: „Ich möchte eine Position mit Projektverantwortung, in der ich ein Team leiten kann.“

Wann habe ich mein Ziel erreicht?

Ein messbar definiertes Ziel lässt sich quantitativ nachvollziehen. Welche Kennzahlen helfen mir dabei zu überprüfen, ob und wann ich mein Ziel erreicht habe? Nicht jedes Ziel lässt sich mit Summen überprüfen wie Kostenersparnis oder höherer Gewinn. Geht es um Themen wie Zufriedenheit der Kunden oder Mitarbeiter, müssen passende Ersatzgrößen gefunden werden.

Für die Jobsuche wären solche Kennzahlen beispielsweise: „Ich werde pro Woche zwei Bewerbungen verschicken, um in 6 Monaten eine neue Stelle zu finden.“

Wie kann ich mein Ziel erreichen?

Hinter der Idee eines attraktiven Ziels steht die Annahme, dass wir den Weg dorthin nur mit entsprechender und genügend Motivation zurücklegen können. Möglicherweise werden wir mit Rückschlägen konfrontiert, müssen uns durchbeißen und härter arbeiten als erwartet. Nur wenn klar ist, worin der Wert liegt, diese „Durststrecken“ zu überstehen, lässt sich die nötige Motivation dafür aufbringen.

Ist mein Ziel realistisch?

Zu überprüfen, ob und wie sich ein Ziel in wirklichen Handlungen (aktionsorientiert) umsetzen lässt, unterscheidet das Ziel von einem Wunsch. Nichts spricht gegen ein herausforderndes Ziel, es sollte aber dennoch machbar bleiben, also realistisch erreichbar sein.

Gerade wenn es darum geht, ein Ziel attraktiv und realistisch zu formulieren, entstehen Zielkonflikte. Häufig werden Ziele für uns interessanter, wenn wir die Erwartungen und Anforderungen nach oben schrauben. Dabei besteht jedoch das Risiko, dass unrealistische und utopische Ziele gesetzt werden. Es lohnt sich dann eine Balance zu finden.

Wenn ich bisher noch keine offizielle Projektverantwortung oder Teamleitung vorweisen kann, kann mein Ziel eine Position mit diesen Anforderungen zu finden, zwar attraktiv sein, aber weniger realistisch. Unter Umständen hilft mir dann ein Zwischenziel auf meinem Weg: „Um Projektverantwortung und Teamleitung besser übernehmen zu können, werde ich an einem Kurs teilnehmen, der meine Führungskompetenzen schult.“

Zu welchem Zeitpunkt will ich das Ziel erreicht haben?

Nicht immer lassen sich Deadlines oder zeitliche Rahmen einhalten, trotzdem ist es nicht ratsam von Vornherein darauf zu verzichten. Ein konkreter Termin für die Zielerreichung und Termine für Etappenziele dienen auch als Kontrollpunkte. Es steht damit ein Zeitpunkt fest, zu dem überprüft und festgehalten werden kann, ob all das umgesetzt werden konnte, was man sich vorgenommen hat.

SMART Karriereziele erreichen

Unzufriedenheit im Job hat wohl jeden schon einmal dazu gebracht, diverse Jobportale auf der Suche nach einer neuen Position zu durchstöbern. Solange nicht klar ist, was wir eigentlich genau suchen, schwanken wir dabei oft zwischen Euphorie („Neuer Job, neues Glück!“) und latenter Frustration („Ist es die Stelle wirklich wert, den Bewerbungsprozess auf mich zu nehmen?“).

Wer seine Karriereziele nach dem SMART-Prinzip definiert, hat gute Chancen sein Ziel im Fokus zu behalten und wird konkrete Schritte setzen, um es auch zu erreichen.

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